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US-Gewerkschafter befürchtet Widerstand gegen Einführung der Mitbestimmung in VW-Werk

Chattanooga – Der Vorsitzende der amerikanischen Autogewerkschaft United Auto Workers (UAW), Bob King, erwartet ideologische Auseinandersetzungen mit Gewerkschaftsgegnern, sollte es im US-Volkswagenwerk in Chattanooga zu einer Abstimmung unter den Beschäftigten über eine Anerkennung seiner Gewerkschaft kommen. Mit einer Abstimmung „kommen all diese Kräfte von außen“, sagte King in einem Interview mit dem „Handelsblatt“ (Freitagausgabe). „Sie wollen die Leute überreden, nicht in die Gewerkschaft einzutreten.“

Das Werk in Chattanooga im US-Bundesstaat Tennessee steht gerade im Mittelpunkt einer Debatte um gewerkschaftliche Organisierung und Mitbestimmung in den USA. VW will dort einen Betriebsrat nach deutschem Vorbild installieren. King erklärte, dass seine Gewerkschaft die Mehrzahl der Beschäftigten hinter sich habe. Eine Mehrheit habe sogenannte Gewerkschaftskarten unterschrieben – und damit dokumentiert, dass sie von der UAW vertreten werden wollen. Trotzdem könnte VW die Beschäftigten gemäß amerikanischem Recht noch über die Gewerkschaft abstimmen lassen. Eine Alternative dazu wäre nach US-Recht das sogenannte Kartenzählen. Dabei überprüft ein unabhängiger Dritter, etwa ein Notar, die unterschriebenen Gewerkschaftskarten und beglaubigt eine eventuelle Mehrheit für die Gewerkschaft. „Ich würde Volkswagen empfehlen, es so zu machen“, sagte King. Diese Methode bringe „weniger Unruhe in die Betriebe, es ist der effizienteste Weg“, so King.

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