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US-Historiker: Trump wird „bis zum bitteren Ende“ kämpfen

Der US-Historiker Timothy Snyder rechnet fest damit, dass US-Präsident Donald Trump auch nach einer möglichen Niederlage bei der Präsidentschaftswahl nicht aufgeben wird. "Trump wird bis zum bitteren Ende kämpfen", sagte Snyder dem Nachrichtenportal T-Online. "Bei einer Niederlage wird Trump das Wahlergebnis nicht anerkennen und behaupten, dass er betrogen worden sei."

Der Geschichtswissenschaftler begründete dies mit der Ausweglosigkeit, in der sich Trump nach einem Verlust des Präsidentenamtes befinden würde: "Trump möchte irgendwann friedlich im Bett sterben. Vor allem aber möchte er nicht im Gefängnis landen. Und auf keinen Fall ein armer Mann werden." Wenn er aber die Wahl verliere, sei es sehr wahrscheinlich, dass mindestens einer dieser Fälle eintrete. Für Snyder ist auch eine Eskalation der Situation durchaus denkbar: "Er wird Aussagen machen, die manche seiner radikalsten Anhänger zu Gewalttaten motivieren könnten." Hoffnung bestehe allerdings, wenn der demokratische Präsidentschaftskandidat Joe Biden großen Erfolg an den Wahlurnen haben sollte: "Im Idealfall gewinnt Biden haushoch. Dann werden viele Anhänger Trumps demoralisiert sein und sich nicht zu Dummheiten hinreißen lassen." Auch eine Aufgabe skizzierte Snyder für den möglichen neuen Präsidenten "Als erstes muss Joe Biden genau das tun, was er angekündigt hat: Menschenleben retten." Snyder kritisierte, dass "seit fast einem Jahr die Corona-Epidemie im Land" wüte, aber "keinerlei nationale Strategie" existiere, "um die Ausbreitung zu stoppen". (dts Nachrichtenagentur)

Foto: Donald Trump, über dts Nachrichtenagentur

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