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USA-Experte hält Biden-Sieg in Texas für möglich

USA-Experte Thomas Jäger hält es für möglich, dass zum ersten Mal seit 1976 könnte ein demokratischer Präsidentschaftsbewerber Texas erobert. "So, wie Kalifornien in den letzten Jahren immer demokratisch wählte, wählte Texas immer republikanisch", sagte er dem Nachrichtenportal Watson. "Mitt Romney schlug Barack Obama 2012 noch mit über 15 Prozent Vorsprung, bei Donald Trump waren es gegenüber Hillary Clinton neun Prozent."

George W. Bush, in Texas zu Hause, sei immer über 20 Prozent vorne gewesen. "Aber die sichere republikanische Bank Texas steht nicht mehr so sicher", sagte Jäger Watson. Verantwortlich hierfür sei eine gesellschaftliche Veränderung des Bundesstaates: "Die Zusammensetzung der Bevölkerung hat sich geändert. Erstens nimmt der Urbanisierungsgrad in Texas konstant zu." Inzwischen lebten 85 Prozent der Texaner in Städten und nur 15 Prozent auf dem Land. Wer in der Stadt lebt, wähle eher demokratisch. "Zweitens kommen immer mehr junge Menschen nach Texas, Austin ist das beste Beispiel dafür. Und junge Amerikaner wählen eher demokratisch." Und drittens nehme die Zahl der US-Amerikaner mit hispanischen Wurzeln zu. "Zumindest die Frauen wählen überwiegend demokratisch." Eine Niederlage in Texas könnte demnach die republikanische Partei in eine erneute Existenzkrise stürzen: "Schon nach der Niederlage von Mitt Romney bei der US-Präsidentschaftswahl 2012 diskutierten die Republikaner intensiv, dass sie sich anderen Bevölkerungsgruppen stärker öffnen müssten." Donald Trump habe diese Diskussion durch seinen Erfolg 2016 erstickt. "Verliert er Texas, wird sie schlagartig wieder geführt werden", so der USA-Experte. (dts Nachrichtenagentur)

Foto: Joe Biden, über dts Nachrichtenagentur

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