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USA nehmen Kunden von HSBC Suisse ins Visier

ein Dollar Für steuersäumige US-Kunden der Genfer Privatbank HSBC Suisse zieht sich die Schlinge zu. Die amerikanische Steuerbehörde Internal Revenue Service (IRS) hat kürzlich um internationale Amtshilfe bei der Eidgenössischen Steuerverwaltung ESTV ersucht, wie Recherchen der "Handelszeitung" zeigen. Im Zentrum stehen amerikanische Kunden der HSBC Private Bank (Suisse). Es geht um die Jahre von 2002 bis Ende 2014. Die Anfrage aus Washington umfasst jene Bankkonten, die von einer Domizilgesellschaft gehalten wurden, an der eine Person aus den USA wirtschaftlich berechtigt gewesen ist. Der Kontostand hat zu irgendeinem Zeitpunkt mindestens 50'000 Dollar zu betragen. Im Fokus der IRS stehen dabei jene US-Kunden von HSBC Suisse, welche über das Schweizer Bankkonto frei verfügt haben, ohne dass sie durch einen Vertreter der Domizilgesellschaft ermächtigt gewesen waren. Es geht also um eine Verletzung der Corporate Governance. Die betroffenen HSBC-Suisse-Kunden haben bis Ende Monat Zeit, gegen die Datenlieferung nach Washington in Bern Beschwerde einzulegen. Der Zeitpunkt für die US-Anfrage nach Bern ist heikel, nicht zuletzt auch für die betroffene Bank. Denn das Genfer Privatinstitut der Grossbank HSBC wartet auf eine Einigung im Steuerstreit mit dem US-Justizdepartement. HSBC Suisse gehört zu den Gruppe-eins-Banken, bei denen das Department of Justice eine Strafuntersuchung eingeleitet hat und die eine individuelle Busse zu zahlen haben.

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