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Verbraucherschützer halten Versorgungsgesetz für unzureichend

Verbraucherschützer haben das Gesetz zur Verbesserung der ärztlichen Versorgung (TSVG), welches am Donnerstag vom Bundestag verabschiedet werden soll, als unzureichend kritisiert. Es sei zwar gut, dass das Angebot der Terminservicestellen ausgebaut werde, sagte der Chef des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (VZBV), Klaus Müller, der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Donnerstagsausgabe). „Das Kernproblem bleibt jedoch: In ländlichen Regionen und ärmeren Stadtteilen fehlen Ärzte“, sagte Müller und forderte: „Hier muss viel stärker als bisher steuernd eingegriffen werden, damit Ärzte dort praktizieren, wo sie gebraucht werden.“

Lange Wartezeiten auf einen Arzttermin seien für Patienten „ein großes Problem“, so der Verbandschef. Das TSVG bringe zwar eine Vielzahl von Neuerungen für Versicherte und Patienten. Aber: „Über zahlreiche Einzelmaßnahmen geht das Gesetz nun nicht hinaus“, bemängelte Müller. „Ein nachvollziehbares Gesamtkonzept für eine patientenorientierte und zukunftsfeste Gesundheitsversorgung fehlt.“ Der VZBV-Vorstand warf Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) überdies ein übereiltes Vorgehen vor. Um der komplexen Aufgabe gerecht zu werden, „hätte man sich eine Auseinandersetzung in einzelnen Gesetzgebungsverfahren gewünscht – kein Vorgehen im Hauruckverfahren“, sagte Müller der NOZ.

Foto: Krankenhaus, über dts Nachrichtenagentur

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