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Verbraucherschützer kritisieren Entschädigungspraxis von Lufthansa

Der Chef des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (VZBV), Klaus Müller, hat die Entschädigungspraxis der Lufthansa nach Corona-bedingten Stornierungen kritisiert und die Bundesregierung zum Handeln aufgefordert. „Im Gegenzug zu den zu leistenden Milliardenhilfen sollte die Bundesregierung die Lufthansa mit Nachdruck auffordern, ihren Kunden unverzüglich die Ticketkosten für stornierte Flüge zurückzuerstatten“, sagte der Müller dem „Handelsblatt“ (Montagausgabe). Die Verbraucherzentralen registrierten derzeit „sehr viele Verbraucherbeschwerden“ über das Verhalten von Airlines.

„Sie enthalten ihren Kunden Geld vor, das ihnen zusteht und halten sich somit nicht an geltendes Recht.“ Deutliche Kritik äußerte Müller auch an der Deutschen Bahn. „Die Bahn hat seit dem Start der Coronakrise an Vertrauen eingebüßt“, so der VZBV-Chef. Auf europäischer Ebene würden gerade die Bahngastrechte neu verhandelt. „Die Bundesregierung sollte sich stärker als bisher für verbraucherfreundliche Regelungen einsetzen.“ Dazu zähle insbesondere zu verhindern, „dass Fahrgastansprüche im Fall höherer Gewalt ausgehebelt werden“.

Foto: Lufthansa-Maschinen am Flughafen, über dts Nachrichtenagentur

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