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Verkehrsministerium: Keine weiteren Flugrechte für Standort Berlin

Das Bundesverkehrsministerium hat die Forderung des Chefs der Flughafengesellschaft Berlin Brandenburg (FBB), Engelbert Lütke Daldrup, nach mehr Flugrechten für den neuen Großflughafen BER zurückgewiesen. "Die Bundesregierung setzt sich grundsätzlich für eine bestmögliche Anbindung aller deutschen Flughäfen an das internationale Flugverkehrsnetz ein", sagte der Parlamentarische Staatssekretär im Verkehrsministerium, Steffen Bilger (CDU), dem "Handelsblatt" (Mittwochausgabe). Die Flughafengesellschaft gehört Berlin, Brandenburg und dem Bund.

"Der BER wird nach seiner Eröffnung in den Genuss der gleichen Rechte kommen wie bislang die Flughäfen Tegel und Schönefeld." Aufgrund der Coronakrise blieben aber dort derzeit zahlreiche Start- und Landerechte ungenutzt. "Es gibt keinen Mangel an verfügbaren Frequenzen", so Bilger. Lütke Daldrup hatte zuvor für den BER eine bessere Anbindung an das internationale Flugverkehrsnetz gefordert. "Die Bundesregierung muss weitere Flugrechte für Berlin aushandeln", sagte Lütke Daldrup dem "Handelsblatt". Dazu zähle "eindeutig" der asiatische Markt. Es sei doch "kurios", dass Touristen und Geschäftsleute aus China, die nach Berlin wollen, zunächst nach Prag fliegen müssten, um dort nach Berlin umzusteigen. Bilger sagte dazu, dass die Bundesregierung für die "längerfristige Entwicklung" laufend Luftverkehrsabkommen mit wichtigen Drittstaaten aushandle. Aktuell sei man etwa mit China, Russland, Indien und den Vereinigten Arabischen Emiraten in Gesprächen. "Dabei werden Flugrechte aber nicht für einzelne Flughäfen ausgehandelt", so der CDU-Politiker. "Über die Aufnahme konkreter Verbindungen entscheiden nicht die Regierungen, sondern allein die Fluggesellschaften anhand der Marktlage." (dts Nachrichtenagentur)

Foto: Flughafen BER, über dts Nachrichtenagentur

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