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Vier Männer sollen Bauteile für iranischen Atomreaktor geliefert haben

Karlsruhe – Drei Deutsch-Iraner und ein Deutscher sollen in den Jahren 2010 und 2011 illegal Spezialventile für den Bau eines Atomreaktors in Iran geliefert haben. Das geht aus einer Anklageschrift der Bundesanwaltschaft hervor, die am Montag veröffentlicht wurde. Die vier Verdächtigen, die im vergangenen August gefasst wurden, sollen demnach in fünf Lieferungen insgesamt 92 Spezialventile aus deutscher Produktion in den Iran exportiert und in weiteren vier Fällen die Lieferung von insgesamt 856 nuklearspezifisch konstruierten Ventilen aus Indien in den Iran vermittelt zu haben.

Es wird vermutet, dass der iranische Reaktor zur Produktion von atomwaffenfähigem Plutonium eingesetzt werden soll. Die Lieferungen waren Teil eines Gesamtauftrages aus dem Iran im Wert von mehreren Millionen Euro. Zur Umgehung der Ausfuhrkontrollen hätten die Angeschuldigten laut Bundesanwaltschaft falsche Endempfänger in verschiedenen asiatischen Staaten vorgetäuscht.

Foto: Schwerwasserreaktor im iranischen Arak, über dts Nachrichtenagentur

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