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Volkskrankheiten: Bund und Länder beschließen Nationale Kohorte

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Berlin – Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz hat in ihrer heutigen Sitzung den Aufbau dieser bundesweiten Langzeitstudie beschlossen. Das Fördervolumen beträgt in den kommenden zehn Jahren 210 Millionen Euro, davon werden 140 Millionen Euro von Bund und Ländern im Verhältnis 75:25 finanziert, weitere 70 Millionen Euro trägt die gemeinsam finanzierte Helmholtz-Gemeinschaft bei. Die beteiligten Einrichtungen, darunter auch Universitätskliniken und Institute der Leibniz-Gemeinschaft, erbringen darüber hinaus einen erheblichen Eigenanteil zur Gesamtfinanzierung des Projekts.

Bei der Nationalen Kohorte handelt es sich um eine Langzeitstudie mit 200.000 Probanden aus ganz Deutschland, die regelmäßig medizinisch untersucht und deren Lebensgewohnheiten und Lebensumstände erfasst werden. Die dadurch gewonnenen neuen Erkenntnisse über den Einfluss von Genen, Umweltbedingungen und Lebensstil auf die Entstehung von Volkskrankheiten werden die Möglichkeiten zur Vorbeugung und Behandlung dieser Erkrankungen erheblich verbessern. Ferner können die erhobenen Daten auch zur Beantwortung einer Vielzahl von weiteren Forschungsfragen genutzt werden. Der Beginn der Hauptuntersuchungsphase ist für Anfang 2013 vorgesehen.

Sowohl universitäre als auch außeruniversitäre Einrichtungen haben sich zu 18 Studienzentren zusammengeschlossen, die über die Bundesrepublik verteilt sind. Die Geschäftsstelle soll in Heidelberg eingerichtet werden.

Die GWK-Vorsitzende, Bundesforschungsministerin Annette Schavan, erklärte: „Mit der Förderung der Nationalen Kohorte zeigen Bund und Länder, dass die Forschung über Volkskrankheiten hohe Priorität genießt. Die Studie leistet einen wichtigen Beitrag dazu, dass wir die Volkskrankheiten und ihre Entstehung in Zukunft besser verstehen können.“ Die stellvertretende GWK-Vorsitzende, die rheinland-pfälzische Wissenschaftsministerin Doris Ahnen, ergänzte: „Neben den außeruniversitären Forschungseinrichtungen sind die Universitäten und Universitätskliniken in den Ländern die zentralen Akteure dieses auch international sichtbaren Vorhabens. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dort werden von der Studienplanung über die Probandenrekrutierung bis zur Datenauswertung wichtige Beiträge leisten, damit die Nationale Kohorte hochwertige und aussagekräftige Ergebnisse hervorbringt.“

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