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Vollbeschäftigung in Deutschland wäre möglich

Berlin – Von einer Vollbeschäftigung sprechen Ökonomen in der Regel, wenn die Arbeitslosenquote weniger als 4 Prozent beträgt. Derzeit sinkt die Arbeitslosenquote bundesweit weiterhin und Experten rechnen im Jahr 2014 damit, dass die Quote bei unter 7 Prozent liegen wird. Mit fast 42 Millionen Erwerbstätigen könnte schon bald eine neue Rekordmarke erreicht werden und die Vollbeschäftigung erscheint nun vielen Experten als eine Möglichkeit, die nicht mehr von der Hand zu weisen ist. Lange wurde die Möglichkeit einer Vollbeschäftigung stark kritisiert und befand sich auch nicht unbedingt im Rahmen des möglichen.

Allerdings ist eine Vollbeschäftigung immer nur eine Möglichkeit, die auf verschiedenen Annahmen beruht und die Voraussetzungen dafür können sich rasch ändern. Eine ganz wichtige und zentrale Überlegung für die Möglichkeit einer Vollbeschäftigung besteht darin, dass Deutschland dafür zukünftig über ein stabiles Wirtschaftswachstum verfügt und die Nachfrage nach Arbeitskräften auch entsprechend hoch bleibt. Doch eine solche Annahme muss nicht stimmig sein, wenn beispielsweise einige Produktionszweige nach Fernost verlagert werden würden, dann wäre eine Vollbeschäftigung direkt nicht mehr denkbar. Im Moment sprechen aber laut der Experten viele Faktoren für das Erreichen der Vollbeschäftigung in Deutschland.

Vollbeschäftigung dank demographischem Wandel

Eine Vollbeschäftigung in Deutschland könnte aufgrund des demographischen Wandels in der Zukunft möglich sein, da immer weniger Menschen dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen und damit immer mehr Menschen die Möglichkeit erhalten, auch eine Arbeit zu finden. Derzeit ist es schon Realität, dass weniger Menschen in das Arbeitsleben einsteigen als aufhören. Es gehen also immer mehr Menschen in den Ruhestand und es kommen eigentlich zu wenige nach. Allerdings hat dieser Zustand auch seine Tücken, denn zunächst sinkt durch den demographischen Wandel die Zahl der Arbeitslosen und eine Vollbeschäftigung kann angestrebt werden. Doch ein wenig weiter in der Zukunft bedeutet eine solche Situation letztendlich Fachkräftemangel und Unternehmen, die aufgrund von zu wenigen qualifizierten Fachkräften nicht mehr ihr volles Potenzial ausschöpfen können.

Vollbeschäftigung in Akademikerkreisen

Bundesweit gesehen herrscht schon Vollbeschäftigung – allerdings nur unter den Akademikern. Die Arbeitslosenquote unter Akademikern ist extrem gering, doch einige Bundesländer haben die Stufe der Vollbeschäftigung sogar schon vor einiger Zeit erreicht und zwar Bayern und Baden-Württemberg. Damit ist auch eine bundesweite Vollbeschäftigung für diesen Bereich denkbar.

Doch auch wenn eine Vollbeschäftigung zunächst immer angestrebt wird und sehr vorteilhaft für alle Arbeitssuchenden ist, können sich aus einer solchen Situation langfristig doch sichtbare negative Folgen entwickeln.

Foto: © Andy Dean – Fotolia

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