VW gibt Details bekannt: Bonus-Kürzung wird nur zurückgestellt

Die VW-Vorstände bekommen wegen der Abgasaffäre zunächst 30 Prozent weniger Bonus – können das Geld später aber doch noch erhalten, wenn sich der Aktienkurs positiv entwickelt. Der Konzern teilte am Freitagnachmittag Details der Boni-Regelung mit. Die 30-Prozent-Kürzung solle demnach in „virtuelle Vorzugsaktien“ umgewandelt und für drei Jahre gesperrt werden.

Wenn der Kurs der VW-Vorzugsaktien am Ende der dreijährigen Sperrfrist um mindestens 25 Prozent gestiegen sei, würden der zurückgestellte Bonus an die Vorstände ausgegeben. „Darin liegt sowohl ein Risiko als auch ein Anreiz für den Vorstand“, hieß es von VW. Neben diesem Kompromiss werden die Auszahlungen aber sowieso reduziert. Schuld seien die verschlechterten aktuellen Erfolgskennzahlen. In der Summe sinke die variable Vergütung eines ordentlichen Vorstandsmitgliedes zunächst um 39 Prozent, nämlich von 5,3 Millionen Euro in 2014 auf 3,2 Millionen Euro in 2015. Der Aufsichtsrats-Vorsitzende Hans Dieter Pötsch erklärte darüber hinaus, auf einen Teil seiner variablen Vergütung für das Geschäftsjahr 2015 in Höhe von 2,3 Millionen Euro auf eigenen Wunsch nachträglich zu verzichten.

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