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Waffenruhe in Bergkarabach in Kraft getreten

Armenien und Aserbaidschan haben sich auf ein Ende aller Kampfhandlungen in der Konfliktregion Bergkarabach verständigt. Die Waffenruhe, die unter Vermittlung des russischen Präsidenten Wladimir Putin zustande kam, trat in der Nacht zum Dienstag in Kraft. In Deutschland wurde die Nachricht erleichtert aufgenommen.

Die Unionsfraktion mahnte allerdings, dass die Vereinbarung auch eingehalten werden muss. Insbesondere von der Türkei und Russland werde erwartet "dass sich beide Akteure in der Region aktiv an einer Friedenslösung beteiligen", sagte der außenpolitische Sprecher der Fraktion, Jürgen Hardt (CDU), am Dienstag. Ohne das Engagement dieser beiden Länder könne der Konflikt "nicht dauerhaft gelöst werden". Auch Deutschland müsse bereit sein, gemeinsam mit den Partnern in der OSZE, der NATO und den Vereinten Nationen einer Friedenslösung in Bergkarabach stärkere Aufmerksamkeit zu widmen, so Hardt. Sowohl Armenien als auch Aserbaidschan seien Deutschlands Verbündete in der Östlichen Partnerschaft. "Deshalb sollte Deutschland noch stärker als in der Vergangenheit alles unternehmen, um Armenien und Aserbaidschan politisch und wirtschaftlich einander anzunähern und die regionale Konfliktlösung als festen Bestandteil im südlichen Kaukasus zu verankern." Die Waffenruhe ermögliche zum ersten Mal seit vielen Wochen die Gelegenheit, dringend benötigte humanitäre Hilfe in der Region leisten zu können, so der CDU-Politiker. "Es ist ein wichtiges Signal, dass nach dem Tod Tausender Soldaten und Zivilisten sowie der Flucht Zehntausender Armenier endlich die Waffen schweigen." (dts Nachrichtenagentur)

Foto: Gefechte um Bergkarabach, Azerbaycan Respublikasinin Müdafie Nazirliyi, über dts Nachrichtenagentur

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