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Wagenknecht fordert von eigener Fraktion „Rückkehr zur Sacharbeit“

Die Vorsitzende der Linksfraktion im Bundestag, Sahra Wagenknecht, hat die Partei vor der am Freitag stattfindenden Klausurtagung von Parteivorstand und Fraktion zu einer Lösung der bestehenden Konflikte aufgerufen. Zugleich bekräftigte sie in der Migrationsfrage ihre Position. „Statt über mögliche Abwahlanträge zu reden und die teilweise irrationalen Debatten der letzten Monate fortzusetzen, sollten alle Mitglieder der Fraktion zur Sacharbeit zurückkehren“, sagte Wagenknecht dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Freitagausgaben).

Die Klausurtagung müsse dazu genutzt werden, Differenzen in Ruhe zu bereden und Gemeinsamkeiten festzuhalten, so Wagenknecht. „Danach allerdings sollten wir uns endlich wieder auf unsere sozialen Kernthemen konzentrieren.“ Wagenknecht warf den Linken-Parteichefs Katja Kipping und Bernd Riexinger indirekt vor, den Konflikt mit ihr zu eskalieren. Weder ihr Ko-Fraktionsvorsitzender Dietmar Bartsch, noch sie selbst sägten am Stuhl der Parteivorsitzenden, sagte Wagenknecht. „Deshalb haben wir auch kein Interesse, den Konflikt zu eskalieren. Wenn das für beide Seiten gelten würde, gäbe es keine Blockade.“ Zum fraktionsinternen Streit über die Migrationspolitik sagte Wagenknecht, sie sehe die „entscheidende politische Aufgabe“ unverändert „nicht darin, Migration zu fördern, sondern Migration zu verhindern, indem man den Menschen vor Ort Perspektiven eröffnet“. Es sei „sicher keine linke Position“, „im Interesse eines globalen Raubtierkapitalismus billige Arbeitskräfte nach Europa zu holen“. Die 49-Jährige forderte ihre Parteifreunde zudem auf, sich der von ihr initiierten Sammlungsbewegung „Aufstehen“ stärker zu öffnen: „Aufstehen wäre eine Chance für die Linke, denn die Bewegung erreicht Milieus, in die die Linke kaum noch vordringt“, erklärte Wagenknecht dem RND. Künftig werde sie die Sammlungsbewegung zwar „weiterhin nach Kräften unterstützen“, doch „längerfristig braucht die Bewegung auch eigene Köpfe: junge Talente ohne parteipolitische Vorgeschichte. Ihnen müssen wir eine Chance geben“, sagte Wagenknecht.

Foto: Sahra Wagenknecht, über dts Nachrichtenagentur

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