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Webserver Servertypen, Modelle und Praxistipps (Teil 5)

InternethostingBerlin - In den letzten vier Teilen unserer Serie über die verschiedenen Arten von Webservern , die Unterscheidungsmerkmale der einzelnen Servertypen sowie die diversen Webhosting Konzepte am Markt, soll es in diesem letzten Teil um die Auswahl des richtigen Serverpakets und des Webhosting Anbieters gehen. Ob Shared Hosting, Dedicatet Server oder Cloud Hosting: alle Hosting Angebote haben Positives und auch Schwächen. Um die richtige Entscheidung bei der Serverauswahl zu treffen, gilt es für jeden Seitenbetreiber, verschiedene Kenngrößen zu beachten. Lediglich bei der Nutzung so genannter Homepage Baukästen, wie sie von verschiedenen Hosting Providern bereitgestellt werden, entfallen einige der Vergleichskriterien, da der User an die Vorgaben des Providers gebunden ist. Vielfach handelt es sich dabei um kostenlose Schnupperangebote, die sich allerdings vielfach wirklich nur für kleine Websites und private Homepages eignen.

Die wichtigsten Bewertungskriterien für Hosting-Angebote

Upgradefähigkeit des Hosting Paketes Die meisten Hosting Provider bieten zwar feste Konfigurationen, erlauben aber oftmals jederzeit ein Upgrade auf ein leistungsfähigeres, jedoch teureres Hosting Paket. Umgekehrt ist der Umstieg von einem teureren Angebot in ein preiswerteres Paket vielfach nicht so einfach möglich. Wer also im Vorfeld nicht weiß, welche konkreten Anforderungen sein Online Auftritt an die Serverkonfiguration stellt, der ist oft gut beraten, zunächst mit einem kleineren Paket zu starten und bei Bedarf zu erhöhen oder gleich auf die Dienste eines Cloud Hosting Providers zu bauen, der skalierbare Webserver bietet. Speicherplatz (Storage) Bei den meisten Providern steht ausreichend Storage zur Verfügung, weshalb der Speicher für Webseiten und andere Dateien wie Bilder, Audio- und Videodateien kein kritisches Auswahlkriterium darstellt, jedoch auch nicht unerwähnt bleiben sollte. Auch hier bieten Cloud Hoster die effizientesten Angebote, da sich die Speichergröße zumeist flexibel den Anforderungen anpassen lässt. Webtraffic  Der Traffic oder Datendurchsatz spielt vor allem für vielbesuchte Websites eine wichtige Rolle. Hier gilt es zwischen Upstream (Datenstrom Richtung Server) und Downstream (Datenfluss vom Server zum Besucher) zu unterscheiden. Je nach Anbieter sind hier bestimmte Volumina inklusive, während darüber hinausgehende Datenmengen vom Kunden zu zahlen sind. Hier gilt es besonders hinzuschauen und nach Möglichkeit einen Anbieter zu finden, der unlimitierten Traffic gewährleistet. Insbesondere bei Cloud Hosting Providern, die die Nutzung der Ressourcen durch den Kunden minutengenau abrechnen, berechnen auch für den vom Webseitenbetreiber verursachten Traffic einen bestimmten Betrag. Domains und Subdomains, E-Mai-Adressen & Datenbanken Hier bieten die Hosting Provider mittlerweile ausreichend Möglichkeiten, so dass sich hier kaum noch eklatante Unterschiede feststellen lassen.

Service, Support und Sicherheit trennen die Spreu vom Weizen

Service und Support sind äußerst wichtige Kriterien bei der Auswahl des Webhosting Providers, wobei immer mehr Wert auf kontinuierlichen 24/7 Support gelegt und mittlerweile auch von vielen Hosting Providern geboten wird. Je nach Projekt können Downtimes oder schlechte Server-Performance existenzbedrohend sein und da nicht jeder, der sich für die Bestellung eines Webhosting Paketes entscheidet, über tiefgreifende Fachkenntnisse im Bereich Administration, Konfiguration oder gar Disaster Management verfügt, ist erstklassiger Support eines der wichtigsten Auswahlkriterien. Oftmals ist allerdings die Realität weit von den Werbeversprechen der Anbieter entfernt, weshalb es sich unbedingt lohnt, ausgiebig zu recherchieren, Vergleichsportale sowie Meinungen und Erfahrungen anderer User einzuholen.

Die besondere Hürde: Serverumzug

Während Upgrade und Serverumzug beim selben Provider meist problemlos funktionieren und die Hostingumgebung bei Cloud Hosting Providern dank vertikaler Skalierbarkeit sogar im laufenden Betrieb möglich ist, ist der Umzug funktionierender Webprojekte von einem Provider zum anderen nicht selten mit beachtlichen Problemen verknüpft und kann ohne einen kompetenten Support schnell zu einer Katastrophe und zu finanziellen Einbußen führen. Zum Schluss sei auch noch der Sicherheitsaspekt angesprochen. Gerade aus den Erfahrungen der letzten Wochen, die im Zuge der Ereignisse rund um NSA und Prism, abgehörte Kanzler-Handys und diverse Datenschutzverstöße, für reichlich Verunsicherung sorgten, empfiehlt es sich, bei der Serverauswahl auf den Standort des Providers und seiner Server zu achten. Wer sichergehen will, ist mit einem deutschen Anbieter am besten beraten, denn für diesen gelten die strengen Richtlinien des deutschen Datenschutzrechts.

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