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Welthungerhilfe: Pandemie verschärft Ernährungsunsicherheit

Die Welthungerhilfe hat davor gewarnt, dass die Covid-19-Pandemie und ihre wirtschaftlichen Folgen die Ernährungsunsicherheit von Millionen Menschen verschärft. Laut dem neuen "Welthunger-Index", der am Montag veröffentlicht wurde, weisen insgesamt 14 Länder heute höhere Hungerwerte auf als noch 2012. Unter anderem gehören Kenia, Madagaskar, Venezuela und Mosambik dazu. Die Zahl der Hungernden stieg weltweit auf 690 Millionen Menschen.

"Schon vor dem Ausbruch der Covid-19-Pandemie war die Hungersituation insbesondere in Afrika südlich der Sahara und Südasien alarmierend", sagte die Präsidentin der Welthungerhilfe, Marlehn Thieme. "Die Menschen leiden unter einer Vielzahl von Krisen durch Kriege, Dürren, Überschwemmungen, Heuschreckenplagen." Covid-19 wirke dabei wie ein "Brandbeschleuniger". Armut und Hunger würden nach allen Prognosen stark zunehmen und der Klimawandel verschlimmere die schwierige Lage der Menschen zusätzlich, so Thieme weiter. "Wir brauchen eine Ausweitung der sozialen Sicherungssysteme in den betroffenen Ländern, damit sich Armut und Hunger nicht weiter verschärfen." Außerdem müsse man die Ernährungssysteme so verändern, dass sie "gerechter und widerstandsfähiger" seien. "Wenn wir bei der Hungerbekämpfung weiter so machen wie bisher, werden es 37 Länder bis 2030 nicht schaffen, ein niedriges Hungerniveau zu erreichen", fügte die Welthungerhilfe-Präsidentin hinzu. (dts Nachrichtenagentur)
Foto: Kinder in einem Slum, über dts Nachrichtenagentur

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