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Wie sich Fussballspieler als Brand vermarkten

Fussballprofis fallen längst nicht mehr nur durch ihr Können auf dem Platz auf. Fernab des grünen Rasens entwickeln sie sich immer mehr zu Trendsettern in Sachen Mode. Einer der ersten, der seine Popularität dafür nutzte, sich als Marke und Werbe-Ikone zu etablieren, war der englische Fussballer David Beckham. Vor über 20 Jahren brachte er Mode und Fussball zusammen, und seitdem haben es ihm zahlreiche Fussballer gleichgetan. Doch welche Strippen müssen Fussballer ziehen, damit sie auch neben dem Platz erfolgreich sind? CR7 - den meisten Menschen ist diese Abkürzung mittlerweile bekannt. Unter diesem Hashtag vermarktet sich der portugiesische Fussballer Christiano Ronaldo seit geraumer Zeit selbst. Über 73,4 Millionen folgen ihm auf Twitter, bei Facebook haben über 122 Millionen User seine Seite geliked. Und die Beliebtheit bei seinen Fans macht sich bezahlt: Über seine gleichnamige Modelinie vertreibt er erfolgreich Hemden und Unterwäsche. Auch der schwedische Stürmerstar Zlatan Ibrahimovic setzt mit seinem Label "A-Z" auf Mode und Parfüm, auch wenn die sportliche Kleidung eher nicht durch modische Raffinesse auffällt. Vor allem im deutschsprachigen Raum umtriebig ist Jérôme Boateng. Der Abwehrchef des deutschen Rekordmeisters FC Bayern München fällt auf dem Platz durch seine körperbetonte Spielweise auf. Neben dem Platz sorgt jedoch sein Style für Aufsehen. Das Foto von ihm beim Spiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Südkorea, das er aufgrund seiner gelb-roten Karte aus dem Schweden-Spiel von der Tribüne aus ansehen musste, ging durch die Medien. Darauf zu sehen ist Boateng mit einem weissen T-Shirt, einer schwarzen Basecap sowie einer stylischen Sonnenbrille mit runden Gläsern. Boatengs Anhänger können diesen Look nun übernehmen: Zusammen mit dem Brillen-Hersteller Edeloptics hat er nämlich die Brillen-Kollektion "JB by Jerome Boateng" entworfen, mit dem passenden Motto "#DefendYourStyle". Kürzlich wurde zudem die Zusammenarbeit des Profi-Fussballers mit Nyden bekannt, der neuen Marke der H&M Group. Der Anspruch der Kooperation ist hoch: Laut Stina Force , Creative Director bei Nyden, möchte man Menschen mit unterschiedlichem Hintergrund die Möglichkeit geben, Boatengs "Stil und sein Selbstvertrauen nachbilden zu können" und will dessen "'Integrität und bescheidene Arroganz' in die Entwürfe für seine Kollektion einfliessen lassen". Die Mode soll dabei zwar klassisch und lässig sein, aber auch markante Elemente beinhalten, um die richtige Mischung zwischen Zurückhaltung und Experimentierfreude zu präsentieren. Doch wieso können sich so viele Fussballer erfolgreich als Trendsetter in der Modewelt etablieren? Die Antwort liegt in der Digitalisierung der Gesellschaft . Im Zeitalter von sozialen Medien können sich Trends viel schneller verbreiten als etwa durch Printmedien. Viele Menschen sind fasziniert vom Leben der Stars, und so bietet vom Lieblingsfussballer kreierte Mode eine schnelle und einfache Möglichkeit, das entsprechende Lebensgefühl zu übernehmen. Der wirtschaftliche Erfolg ist somit naheliegend, denn wenn auch nur ein kleiner Teil der Follower, die die Fussballer in den sozialen Netzwerken haben, Kleidungsstücke aus der Modelinie kauft, dann verspricht das einen hohen Umsatz. Und mit dem passenden Hashtag - wie etwa "#CR7" - können die Follower einen direkten Bezug zum Prominenten herstellen. Fussballer und anderes Sportstars werden somit heutzutage zu einer globalen Werbe-Elite, die Strömungen einer ganzen Gesellschaft widerspiegeln kann.

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