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Wird die Blockchain zur Spielwiese für institutionelle Investoren?

Die Blockchain Technologie ist vor allem durch den Bitcoin bekannt geworden. Dieser ist die berühmteste aller Kryptowährungen und basiert auf der Blockchain. Was früher nur etwas für ITler und Nerds war, entpuppt sich immer mehr als nachhaltige Anlageklasse.

Einer Schätzung von Statista zufolge, soll der Markt alleine in den nächsten fünf Jahren von 3,0 Milliarden US-Dollar auf 39,7 Milliarden US-Dollar ansteigen. Dies wäre eine Zunahme um mehr als 1.000%, was natürlich auch für die Anleger eine sehr profitable Möglichkeit zur Erweiterung ihres Vermögens sein kann. Dies wollen sich auch viele Großinvestoren nicht entgehen lassen.

Was ist die Blockchain? Um den ganzen Krypto-Hype besser verstehen zu können, sollte man erstmal die Blockchain selber verstehen. Diese ist im Prinzip einfach eine Datenbank, welche transparent und im Nachhinein nicht mehr veränderbar ist.

Wie der Name schon sagt, ist sie nach dem Prinzip einer Kette aufgebaut. Sie hat verschiedene Glieder, welche aneinandergereiht sind. Jedes Glied hat die Informationen des vorherigen Gliedes gespeichert, was eine Veränderung im Nachhinein verhindert.

Investieren in die Blockchain

Die Blockchain hat das Potenzial klassische Banken- und Bezahlsysteme in Zukunft überflüssig zu machen bzw. abzulösen. Diese würde den Finanzsektor nachhaltig verändern und hätte damit einen massiven Wertzuwachs als Folge.

Wie jedoch zu den Anfängen des Internets, gibt es keine reinen Aktien oder Investmentmöglichkeiten in die Technologie selber. Um von dem Wachstum zu profitieren haben Investoren verschiedene Möglichkeiten, um ihr Geld dort anzulegen.

Ein Weg ist beispielsweise in den Bitcoin oder andere Kryptowährungen (sogenannte Altcoins) zu investieren. Dies geht über eine der verschiedenen Krypto-Handelsplattformen, auch Exchange genannt.

Wichtig zu beachten ist, dass die Volatilität bei den meisten Kryptowährungen noch sehr hoch ist. Schwankungen im zweistelligen Prozent Bereich von einem Tag zum anderen sind hier keine Seltenheit. Wem dies zu riskant ist, der kann beispielsweise auch in einen Krypto-ETF investieren. Hier wird je nach ETF ein bestimmter Index abgebildet und dadurch eine breitere Streuung geboten.

Institutionelle Investoren in der Krypto-Szene

Nicht nur für Kleinanleger ist der Krypto-Markt eine interessante Anlageklasse. Auch Großinvestoren treten immer häufiger in der Öffentlichkeit mit eigenen Investments in Erscheinung.

So beispielsweise auch Milliardär und Hedgefond Manager Paul Tudor, welcher bekannt gegeben hat, dass er ein bis zwei Prozent seines Vermögens in Bitcoin halte. In einem Interview erklärte er: ​“Es herrscht wenig Vertrauen in Bitcoin, aber wir werden gerade Zeuge der Geburt eines Wertespeichers und ob er erfolgreich ist oder nicht, wird die Zeit zeigen.“

Das Finanz- und Geldsystem befindet sich aktuell auch in einem starken Wandel, was die Brisanz nach möglichen Alternativen wie dem Bitcoin noch verstärkt. Die Corona-Krise hat hierfür nochmal einen starken Anschub gegeben.

Ein weiterer Name, der hier nicht außer Acht gelassen werden sollte ist Raoul Pal, CEO von Global Macro Investor und der Real Vision Group. Dieser ist sich schon seit Jahren als Freund der Blockchain Technologie bekannt und rät seit 2020 mit Nachdruck dazu, sich mehr mit dem Bitcoin zu beschäftigen.

Er stellt den Bitcoin als Rettungsboot angesichts der drohenden Inflation dar, welche das Geld der meisten Privatsparer jährlich schleichend reduziert.

Experten der US-Investmentbank JP-Morgan sind ebenfalls optimistisch gestimmt. Laut einer aktuellen Studie zeichnet sich eine Trendwende ab, nach welcher immer mehr Anleger in Kryptofonds investieren und dem Gold den Rücken kehren.

Viele sehen im Bitcoin eine echte Alternative zu Gold. Damit die Kryptowährung eine ähnliche Marktkapitalisierung erreicht wie Gold (in Form von ETF, Barren und Münzen), müsste der Kurs auf 146.000 Dollar klettern.

Dies ist grundsätzlich denkbar, jedoch müsste der Bitcoin auch eine ähnlich niedrige Volatilität bieten, damit er zu einer echten Alternative für Gold wird. Dies ist aktuell noch schwer vorstellbar, da der Kurs noch starken Schwankungen ausgesetzt ist. Langfristig ist es jedoch nicht ausgeschlossen und kann definitiv zu einer nachhaltigen Anlageklasse werden.

Auch bekannte Unternehmen wie Tesla, Square und Microstrategy haben Bitcoin gekauft und damit das Vertrauen privater Anleger in das Thema gestärkt. Nachdem sich der Bezahlanbieter PayPal auch die Kryptofirma Curv einverleibt und das Interesse am Bitcoin signalisiert hat, sind hier auch weitere Meilensteine in naher Zukunft gut denkbar.

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