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Wissler distanziert sich von linksextremer Gewalt

Linken-Chefin Janine Wissler hat sich von linksextremer Gewalt distanziert - hält aber zivilen Ungehorsam für akzeptabel. "Für uns gilt grundsätzlich: Wir rufen zu friedlichen Protesten auf und wir unterstützen friedliche Proteste", sagte Wissler dem Nachrichtenportal Watson. "Das schließt zivilen Ungehorsam wie Straßenblockaden mit ein, Gewalt lehnen wir ab."

Gewalt gegen Menschen sei "vollkommen inakzeptabel", auch Gewalt gegen Sachen lehne man ab. "Wir rufen nicht zu gewalttätigen Aktionen auf. Und wir als Linke sind übrigens sehr oft selber Opfer von Gewalt", fügte Wissler hinzu. "Wir bekommen Morddrohungen, wir stehen auf Todeslisten, unsere Büros werden angegriffen, teilweise mit Schusswaffen." Mit Blick auf den Vorwurf, linksextreme Gewalt zu relativieren, sagte sie: "Man muss darauf hinweisen, woher die wirkliche Gefahr für die Gesellschaft kommt. Über 200 Menschen sind seit 1990 durch rechte Gewalt gestorben. Es gab die Mordserie des NSU, das Attentat von Hanau, der Anschlag von Halle, den Mord an Walter Lübcke. Und ich habe noch nie etwas davon gehört, dass Linksextremisten aus der Asservatenkammer der Polizei Waffen geklaut haben oder dass ein SEK ausgetauscht werden musste, weil es von Linksextremisten durchsetzt ist. Und nochmal: Wir sagen klar, dass niemand andere Menschen verletzen darf." (dts Nachrichtenagentur)

Foto: Randale in Hamburg in der Nacht auf den 08.07.2017, über dts Nachrichtenagentur

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