Start > Österreich > WKÖ zu Arbeitsmarkt: Verlust des EU-Spitzenplatzes ist alarmierendes Signal
Koch bei der Arbeit

WKÖ zu Arbeitsmarkt: Verlust des EU-Spitzenplatzes ist alarmierendes Signal

Koch bei der Arbeit Wien - Im EU-Vergleich der Arbeitslosenraten wurde Österreich, lange Nummer 1, nun von Deutschland überholt, wie aktuelle Eurostat-Daten für September 2014 belegen. "Das muss in Österreich alle Alarmglocken läuten lassen", betont Martin Gleitsmann, Leiter der Abteilung für Sozialpolitik in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Hauptgrund dafür, dass Österreich seinen Spitzenplatz eingebüßt hat, ist aus seiner Sicht, dass unser Land bei wichtigen Reformen hinter dem Nachbarn zurückliegt: "Bei unseren deutschen Nachbarn hingegen wurden mutig Arbeitsmarktreformen durchgezogen, die nun greifen, Stichwort Hartz IV. Außerdem sind die Lohnnebenkosten in Deutschland spürbar niedriger als bei uns. Gleichzeitig gelang es der Politik in Deutschland, den Beitragssatz in der Arbeitslosenversicherung in den letzten 10 Jahren von 6,5 % auf derzeit 3 % zu senken. All diese Schritte haben die Beschäftigung in Deutschland nachhaltig angekurbelt", so Gleitsmann.

Auch angesichts der jüngsten WIFO-Daten, die belegen, dass das Wirtschaftswachstum in Österreich zum Stillstand gekommen ist, seien Strukturreformen und Wachstumsimpulse für die Wirtschaft überfällig. Erste Schritte in die richtige Richtung habe es bereits gegeben, doch jetzt müssten rasch weitere folgen, betont Gleitsmann und verweist auf die dringend erforderliche Verlängerung der Thermischen Sanierung und in die Nutzung der 180 Mio. Euro liegengebliebener Wohnbauförderung. (PM)

Quelle: ots

Hier nachlesen ...

Staatsanwaelte untersuchen in Ibiza Affaere auch OeVP und SPOe 310x165 - Staatsanwälte untersuchen in Ibiza-Affäre auch ÖVP und SPÖ

Staatsanwälte untersuchen in Ibiza-Affäre auch ÖVP und SPÖ

In der Ibiza-Affäre um Österreichs früheren Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ) hat die Staatsanwaltschaft laut eines …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.