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Zahl der Führungsfrauen in der Bundesregierung kaum gestiegen

Die Bundesregierung kommt mit ihrem Vorhaben, mehr Frauen in Führungspositionen der Bundesministerien und des Bundeskanzleramts zu befördern, kaum voran. Der Anteil der beamteten Staatssekretärinnen ist seit einem Jahr nicht gestiegen, er liegt unverändert bei 16,7 Prozent. Das geht aus der Antwort des Bundesfamilienministeriums auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag hervor, über die „Zeit-Online“ berichtet.

Die Zahl der Abteilungsleiterinnen stieg in den vergangenen zwölf Monaten leicht an: Es gibt sieben Abteilungen mehr, an deren Spitze eine Frau steht. Das entsprach laut Familienministerium einem Anstieg des Frauenanteils auf dieser Hierarchieebene von 26,9 Prozent auf 30,5 Prozent. Im gleichen Zeitraum wuchs der Anteil der Unterabteilungsleiterinnen von 26,6 Prozent auf 27,8 Prozent. Dieser Anstieg beruhte aber nur darauf, dass sich die Gesamtzahl der Unterabteilungen verändert hat. In absoluten Zahlen gibt es in der Bundesregierung eine Unterabteilungsleiterin weniger als noch vor einem Jahr. In der zweiten Reihe der Bundesregierung sei der Frauenanteil weiterhin „unterirdisch“, sagt Doris Achelwilm, die gleichstellungspolitische Sprecherin der Linksfraktion im Bundestag. Die 30-Prozent-Quote, die für Aufsichtsräte großer Unternehmen gelte, werde nur bei den Abteilungsleitungen knapp erreicht. Die Bundesregierung stehe damit für „personalpolitischen Stillstand“, statt mit der Umsetzung gleichstellungspolitischer Aufgaben beispielhaft voranzugehen.

Foto: Julia Klöckner und Franziska Giffey, über dts Nachrichtenagentur

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