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Zahl der Zeitarbeiter sinkt bis Ende des Jahres auf 800.000

Berlin - Infolge der sich abkühlenden Konjunktur geht die Zahl der Zeitarbeiter zurück. "Wir spüren die konjunkturelle Schwäche auf jeden Fall", sagt Volker Enkerts, Präsident des Bundesarbeitgeberverbandes der Personaldienstleister (BAP), der "Welt". Seit drei Monaten gebe es eine rückläufige Entwicklung.

"Ich rechne damit, dass die Zahl der Zeitarbeiter von derzeit ungefähr 864.000 bis Ende des Jahres auf 800.000 zurückgeht", so Enkerts. Der rückläufige Trend in der Zeitarbeit werde aber ausgerechnet davon abgeschwächt, dass andere Unternehmen außerhalb der Zeitarbeit erste Mitarbeiter freisetzen. "So finden wir derzeit wieder Fachkräfte, mit denen wir noch Altaufträge abarbeiten können". Damit die Zahl der Zeitarbeiter bis Ende des Jahres nicht noch stärker sinke, müsse es möglich gemacht werden, dass auch Zeitarbeiter in Kurzarbeit gehen können, forderte Enkerts von der Bundesregierung. Der größte Teil des Rückgangs der Zeitarbeiter wird dem BAP-Präsidenten zufolge konjunkturbedingt sein. Doch es gebe noch einen weiteren Grund dafür, dass Unternehmen bald zurückhaltender beim Einsatz von Zeitarbeitern sein dürften: Ab dem 1. November gelten in der Metall- und Elektroindustrie Branchenzuschläge für Zeitarbeiter. "Die Unternehmen werden einen Teil dieser Arbeitsplätze ins Ausland verlagern", prophezeit Enkerts. Er warnte die Mitgliedsunternehmen des Verbandes "eindringlich" davor, Zeitarbeit durch Werkverträge zu ersetzen. "Das ist nicht legal und kann sehr teuer werden."
Foto: Gartenarbeiter auf einem Blumenbeet, dts Nachrichtenagentur

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