Bahn bricht der Gewinn weg

Berlin – Der Vorstandschef der Deutschen Bahn Rüdiger Grube wird zur Vorstellung des Halbjahresergebnisses an diesem Donnerstag in Berlin sein Gewinnziel für das laufende Geschäftsjahr kassieren müssen. Der Konjunktureinbruch, die Folgen des Hochwassers im Sommer und der Tarifabschluss vom Frühjahr belasten nach Informationen des „Handelsblatts“ aus Unternehmenskreisen die Bilanz. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen wird nicht, wie noch Anfang des Jahres von Grube erwartet, in diesem Jahr von 2,7 auf 2,9 Milliarden Euro steigen, sondern nach „Handelsblatt“ Informationen auf 2,3 Milliarden Euro sinken.

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) muss deshalb wohl auch die Hoffnung begraben, mit der staatseigenen Deutschen Bahn auf eine sichere Einnahmequelle zurückgreifen zu können. Zwei Jahre lang lieferte die Bahn eine satte Dividende von mehr als einer halben Milliarde Euro ab. Jetzt ist die Zahlung gefährdet. Schäuble rechnet dennoch mit unverändert 525 Millionen Euro für seinen Haushalt. Der unerwartet starke Gewinneinbruch bei dem Staatskonzern hat unterdessen im Aufsichtsrat eine Debatte über die Ausschüttung an den Alleineigentümer ausgelöst.

Foto: Bahn-Zentrale, über dts Nachrichtenagentur

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