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EU-Geheimdienst schätzt Krieg in Afghanistan als verloren ein

Brüssel - Der EU-Nachrichtendienst INTCEN schätzt einem Medienbericht zufolge den Krieg in Afghanistan als verloren ein und sieht das Land vor dem Zerfall. In einem als "VS – Nur für den Dienstgebrauch" gekennzeichneten Papier, aus dem die Tageszeitung "Junge Welt" (Samstagausgabe) zitiert, analysiert ein Sprecher des Geheimdienstes gegenüber Mitgliedern der Arbeitsgruppe "Terrorismus" des "Politischen und Sicherheitspolitischen Komitees" des Europäischen Rates die Lage am Hindukusch. Vor allem ländliche Bereiche würden nach dem Abzug der internationalen Truppen 2014 den "jeweils dort mächtigsten lokalen Gruppierungen überlassen" bleiben, weil sich die afghanischen Sicherheitskräfte auf den Schutz der Hauptstadt Kabul und anderer wichtiger Zentren konzentrierten.

Die "Frage der Erhaltung von bürgerlichen Rechten und Freiheiten dürfte ganz dem `good will` der Insurgenten überlassen sein", heiße es weiter. In der von einem Mitarbeiter des Auswärtigen Amtes erstellten vertraulichen Zusammenfassung des Vortrags wird prognostiziert, dass der derzeitige "Zustand der nördlichen afghanischen Provinz Baghlan" mit ihrer "Zweiteilung in einen von Taliban beherrschten Teil und ein vom organisierten Verbrechen diktiertes Gebiet" möglicherweise "beispielhaft für die Lage in Afghanistan nach dem Abzug internationaler Truppen 2014" sei.

Foto: US-Soldaten, über dts Nachrichtenagentur

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