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Abgang bei Rapidshare – Kurt Sidler geht nach 7 Monaten

RapidshareBaar – Angeblich sind es die zu unterschiedlichen Meinungen innerhalb der Führungseben, die zum Abgang von Co-Chef Kurt Sidler führten. Eine überraschende Entscheidung, denn Sidler,  der als Hoffnungsträger ins Boot geholt worden ist, geht bereits nach sieben Monaten. Es wird keine Übergangsphase geben, Sidler verlässt das Unternehmen sofort. „Die kurzfristige Trennung ist auf grundlegende Meinungsverschiedenheiten über die strategische Ausrichtung bzw. Neupositionierung des Unternehmens zurückzuführen“, erklärt Sidler.

Internetdienstleister nicht unumstritten

Rapidshare, mit Sitz in Baar, ist Spezialist für die Speicherung, Verwaltung und den Austausch von größeren Daten. Immer wieder, zuletzt 2012, musste sich das Unternehmen Rechtsstreitigkeiten stellen. Auch urheberrechtliche Auseinandersetzungen sorgten für Schlagzeilen. Rapidshare finanziert sich durch sogenannte kostenpflichtige Premium-Zugänge. Mit rund 160 Millionen hochgeladenen Dateien und einer täglichen Visiterzahl von 42 Millionen, ist Rapidshare das größte Unternehmen seiner Art. Im Dreimonatsdurchschnitt fiel Rapidshare jedoch inzwischen auf Platz 180 der am meisten aufgerufenen Seiten weltweit zurück. 2008 nahm das Unternehmen noch den Rang 10 ein. Der Umsatz belief sich in besten Zeiten monatlich auf rund fünf Millionen Euro. Die Zeiten dürften jedoch der Vergangenheit angehören. Rapidshare beschäftigte 60 Mitarbeiter, von denen im Mai 2013, kurz nachdem Sidler das Amt des Co-Chefs übernommen hatte,  45 entlassen worden sind. Als Geschäftsführer zeichnet sich Gründer Christian Schmid verantwortlich.

Sidler sollte Image verbessern

Das Image eines Raubkopierers war es, das Sidler ändern sollte. Ein Kundenwechsel war geplant. Auf Dateiaustauch sollte verzichtet, Rapidshare wollte sich nicht mehr Tauschbörse sehen, dafür die KMU’s angesprochen werden. Doch wie eine Neuorientierung umzusetzen sei, waren sich  die Verantwortlichen uneinig. Die Differenzen führten letztendlich zum Abgang von Sidler. Seitens des Unternehmens wurde keine Stellungnahme abgegeben. Christian Schmidt und die Geschäftsführerin Alexandra Zwingli müssen sich nun wohl nach einem neuen Troubleshooter umsehen, damit nicht nur das Image erfolgreich aufgebessert werden, sondern auch die einstige Einnahmeflut wieder einsetzen kann. Die Krise scheint erst begonnen zu haben. Die große Besucheranzahl steht in keiner Verbindung mit den Einnahmen, da auch eine kostenlose Nutzung mit Einschränkungen möglich ist. Die Premium Zugänge kosten je nach Dauer zwischen 9,90 und 99,90 Euro. Rapidshare.de ging im Jahr 2004 online, zuvor gab keinen anderen sogenannten One Click Filehoster. Die Nachahmer ließen jedoch nicht lange auf sich warten. Es stellte sich auch bald heraus, dass rapidshare.de international nicht so gut punkten konnte, deshalb wurde rapidshare.com ins Leben gerufen und rapidshare.de umgeleitet.

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