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Flüssigkeitsbeschränkung bei Flugreisen könnte fallen

Die Mengenbegrenzung für Flüssigkeiten im Handgepäck von Flugreisenden könnte in den kommenden Jahren fallen. Das berichtet der "Spiegel" in seiner aktuellen Ausgabe. Hintergrund ist die Einführung von Computertomografen (CTs) für die Gepäckdurchleuchtung.

Sie sind in der Lage, automatisiert Fest- und Flüssigsprengstoffe zu erkennen. Bis Ende 2022 will die Bundespolizei 89 CTs zum Einzelpreis von rund 2,3 Millionen Euro beschaffen, heißt es in einem Bericht des Bundesrechnungshofs. Die Kontrolleure gehen davon aus, dass sich dadurch die Luftsicherheitsgebühr von derzeit rund zehn Euro pro Passagier an manchen Flughäfen weiter erhöhen wird. In München findet bereits an zwei Kontrollspuren ein Test mit CTs statt. Aus Flughafenkreisen heißt es, Personal und Reisende seien "sehr zufrieden" mit der Technik. Die Prozesse würden beschleunigt, Passagiere schätzten vor allem, dass sie Laptops und Flüssigkeiten nicht mehr aus ihrem Gepäck nehmen müssten. Die Bundespolizei will am Flughafen Köln-Bonn bald ebenfalls CTs testen. An anderen Flughäfen, etwa in Amsterdam, Melbourne oder Chicago, sind die Geräte bereits im Einsatz. Das Bundesinnenministerium will sich nicht festlegen, ob und wann es zu einer vollständigen Freigabe von Flüssigkeiten im Handgepäck kommt. Man müsse Tests abwarten und dabei etwa herausfinden, ob größere Flüssigkeitsmengen Auswirkungen auf die Kontrollen hätten. Ralph Beisel, Chef des Flughafenverbandes ADV fordert von der Bundespolizei, "dass moderne und leistungsfähige Kontrollgeräte unmittelbar zum Einsatz kommen, sobald die erforderliche Zulassung und der Nachweis der operativen Tauglichkeit" vorlägen.

Foto: Sicherheitskontrolle am Flughafen, über dts Nachrichtenagentur

 

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