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UBS erfüllt Erwartungen nur knapp

Zürich - Die UBS AG, eine der 28 Großbanken, die vom Financial Stability Board als systematically important financial institution eingestuft wird und deshalb einer besonderen Überwachung und strengeren Anforderungen an die Bereitstellung von Eigenkapital unterliegt, konnte die Erwartungen im dritten Quartal nur knapp erfüllen. Der Reingewinn, der den Aktionären zugerechnet wird, beläuft sich auf 577 Millionen Schweizer Franken. Der Betrag entspricht einem Minus gegenüber dem zweiten Quartal von 113 Millionen Schweizer Franken. Der Geschäftsertrag vor Steuern betrug 356 Millionen Franken. Im zweiten Quartal waren es noch 1020 Millionen Franken. Der Konzernertrag sank um 1.128 Millionen Schweizer Franken.

Investmentbankgeschäfte und Wealth Management

Bei den Investmentbankgeschäften fiel der Gewinn vor Steuern auf 251 Millionen Franken, im zweiten Quartal betrug er noch 775 Millionen . Insgesamt musste ein Rückgang von 24 Prozent verzeichnet werden, sowohl in den Bereichen Corporate Client Services als auch Investor Client Services. Die Großbank sieht den Gewinneinbruch als Folge einer geringeren Markt- und Kundenaktivität. Im Bereich der Vermögensverwaltung außerhalb den USA, im Wealth Management, blieb der Gewinn beinahe auf gleicher Höhe wie im zweiten Quartal, jedoch mit 555 Millionen Franken noch immer unter dem Gewinn aus dem Jahr 2012. Auch für diese Entwicklung scheinen, so die Bank, geringere Kundenaktivitäten der Grund zu sein. Ein Senken der Personalkosten in den letzten drei Monaten zeigte wenig Auswirkung, da die Rückstellungen für Rechtsfälle im gleichen Maße stiegen. Die Zielvorgabe für die Bruttomarge von 95 bis 105 Basispunkten konnte mit einer Höhe von 85 Punkten nicht erreicht werden. Der Fluss von neuen Geldern betrug im zweiten Quartal 10,1 Milliarden Schweizer Franken, im dritten Quartal nur 5 Milliarden.

Rentabilitätsziel verschoben

Es war das Ziel der UBS, bis 2015 eine Eigenkapitalrendite von 15 Prozent aufweisen zu können. Nun musste die Großbank das Ziel zeitmäßig korrigieren. Frühestens 2016 würden die 15 Prozent erreicht werden, jedoch nur, wenn der Kapitalzuschlag nicht gestrichen werde. Der Vorsatz von UBS ist es, bis 2015 rund 5,4 Milliarden Schweizer Franken einzusparen, auch bei den Kosten für den Umbau der Bank. Bereits wurden 119 Stellen abgebaut. Bankchef Sergio Ermotti meinte zu den Geschäftszahlen: „Die Ergebnisse dieses Quartal sind ein weiterer Beleg dafür sind, dass unser Geschäftsmodell bei unterschiedlichen Marktbedingungen funktioniert. Vor einem Jahr haben wir entschieden, unsere Strategie noch schneller umzusetzen. Wir kommen dabei rascher voran als geplant. Wir werden diszipliniert daran weiterarbeiten, unseren Kunden das Beste von UBS zu bieten und den Aktionären gegenüber unsere Verpflichtungen zu erfüllen.»

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