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Immobilien im Alter: Verkauf, Grundstücksunterteilung oder Wohnrecht auf Lebenszeit?

Nie war sie so wichtig wie heute: die private Altersvorsorge. Dabei spielen Immobilien eine nicht zu unterschätzende Rolle, wobei sie einen entscheidenden Vorteil aufweisen: Eine Immobilie kann bereits heute genutzt werden und zugleich wird für später vorgesorgt. Außerdem spricht die große Wertbeständigkeit der Immobilien für diese effektive Form der Altersvorsorge.

Doch früher oder später stellt sich für die Haus- und Wohnungseigentümer die Frage, wie es weiter geht. Was soll im Alter mit der Immobilie passieren? Behalten und selbst bewohnen? Verkaufen? Verrenten oder Vererben?

Von seinem eigenen Kapital profitieren

Zumeist muss bei einer Lebensversicherung oder ähnlichen Anlageformen bis zur Rente bzw. bis zum Vertragsende abgewartet werden, um von dem Kapital zu profitieren. Doch wer weiß heute, was in 10, 20 oder 30 Jahren sein wird? Wer sich eine Immobilie anschafft, der weiß in den meisten Fällen, dass er diese bis dahin abbezahlt hat, wenn er in den Ruhestand geht.

Wird die Immobilie selbst bewohnt, dann fallen lediglich die Verbrauchs- und Erhaltungskosten an. Zwar müssen Strom-, Gas- und Heizungskosten weiterhin bezahlt werden, doch als Immobilieneigentümer wohnt man mietfrei und muss damit von seiner Rente nicht noch etwas für die Miete abzweigen.

Der Umgang mit der eigenen Immobilie im Alter

Immobilienbesitzer haben viele Möglichkeiten, was sie mit der eigenen, idealerweise schuldenfreien Immobilie im Alter anstellen können. Einige bauen das Haus oder die Wohnung barrierefrei um, andere verkaufen sie oder trennen sich zumindest von einem Teil des Grundstücks oder aber sie bessern damit ihre monatlichen Altersbezüge auf, in dem sie diese vermieten.

Immobilien Unternehmen wie Schulze & Filges Immobilien in Hamburg wissen, dass es kein Patentrezept gibt. Es ist wichtig, dass ein jeder Immobilienbesitzer selbst für sich herausfindet, was für ihn das Beste ist. Allerdings müssen dabei jeweils die rechtlichen und finanziellen Vor- und Nachteile des jeweiligen Modells berücksichtigt werden.

Den Umbau mit Zuschüssen planen

Viele Eigentümer tun sich schwer mit dem Gedanken, sich von ihrer Immobilie komplett zu trennen und viele davon es beim bloßen „darüber“ Nachdenken belassen. Es gibt viele Beispiele, von Senioren, die trotz Beschwernissen weiterhin in ihrer eigenen Immobilie wohnen. Sie lassen sich Treppenlifte einbauen und das Bad wird zum barrierefreien Bad – all das mit Zuschüssen von der Krankenkasse.

Gibt es Fälle, die nicht ganz klar sind, treten die Kranken- und Pflegekassen gemeinsam auf und teilen sich die Kosten. Zudem ist es möglich, Kostenträger wie bspw. die Pflegekasse oder die Hamburger Förderbank miteinander zu kombinieren. Letztere unterstützt den barrierefreien Umbau von Wohneigentum mit Zuschüssen, die sich zwischen 3000 und 15.000 Euro belaufen.

Doch leider ist dieses Thema noch immer mit Scham behaftet. Dabei sind nicht nur die Kranken-und Pflegekassen sowie die Förderbank daran interessiert, dass die Menschen solange wie möglich in ihren eigenen vier Wänden bleiben können, sondern auch die Stadt Hamburg sowie der Bund mit den KfW-Zuschüssen.

Empfehlenswert ist es für ältere Menschen, die vorhandenen Beratungsmöglichkeiten zu den technischen Hilfsmitteln zu nutzen, wie zum Beispiel die IFB, die zu Fragen der Finanzierung und Förderung berät, ebenso wie der Verein barrierefrei Leben.

Downsizing wird durch hohe Preise verhindert

Selbst wenn sich ältere Menschen es sich gut vorstellen können, aus der großen eigenen Immobilie in eine kleinere, barrierefrei gestaltete Wohnung zu ziehen, so ist es oftmals nicht möglich, diese Idee in die Tat umzusetzen. Der Grund ist, dass die Preise für Eigentumswohnungen in Hamburg zu hoch sind. Somit wird der Erlös der Immobilie zumeist durch den Kaufpreis der kleineren Wohnung in urbaner Lage voll aufgebraucht. Sicherlich gibt es auch Ausnahmen, in denen alles optimal läuft und „Kommissar Zufall“ ins Spiel kommt.

Geld in die Alterskasse dank Gartenland

Sicherlich ist auch das ein Glücksfall und hier gilt die Voraussetzung, dass das Grundstück mindestens 800 m² groß ist, um die Hälfte des „Gartenlandes“ zu verkaufen. Im Stadtgebiet von Hamburg kann das 200.000 Euro und mehr in die Alterskasse bringen.

Das ist ohne Frage genügend Geld, um Umbauten vorzunehmen, zu Reisen oder eventuell den Kindern ein wenig Geld zukommen zu lassen. Aber es handelt sich bei solch einem Verkauf ebenfalls um ein heißes Eisen. Denn machen Kinder diesen Vorschlag, dann setzen sie sich schnell einem Vorwurf aus: Ihr habt es doch nur auf das Geld abgesehen. Trotz alle dem: Es spricht vieles für diese Option.

Lebenslanges Wohnrecht und eine zusätzliche Rente

Die sogenannte Verrentung, die von der Stiftung Liebenau in Meckenbeuren auch als „Zustifterrente“ bezeichnet wird, ist eine weitere Möglichkeit für eine Immobilie. Die Idee, die sich dahinter verbirgt, ist folgende: Das Haus oder die Wohnung wird verkauft und im Gegenzug erhält der Verkäufer ein lebenslanges Wohnrecht sowie eine „Rente“ – ein weiterer Vorteil ist, dass er nichts mehr mit den hohen Instandhaltungskosten zu tun hat.

Doch hier gibt es etwas Wichtiges zu beachten: Alles ist Verhandlungssache. Das bezieht sich auf die Höhe der monatlichen Bezüge und diese hängen vom Alter und Wert der Immobilie ab.

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