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Niedersachsen: Weil will Asse II räumen lassen

Hannover – Niedersachsens neuer Ministerpräsident Stephan Weil will das illegale Atommülllager im niedersächsischen Bergwerk Asse II bei Wolfenbüttel räumen lassen. Das kündigte er in einem Interview mit der Tageszeitung „Die Welt“ an. Auf die Frage, ob er dafür plädiere die dort lagernden Fässer mit radioaktivem Material rauszuholen oder sie angesichts der mit einer Räumung verbundenen Umweltgefahren lieber in dem Bergwerk lassen würde, sagte Weil: „Mein Stand, auch nach Gesprächen mit dem zuständigen Bundesamt für den Strahlenschutz, ist: Rausholen ist allemal die sicherere Methode.“

In der Debatte um ein neues Endlagersuchgesetz zeigte sich Weil offen für vorbehaltlose Verhandlungen mit dem Bund und den anderen Ländern: „Wir werden über jeden Vorschlag reden, der uns auf den Tisch gelegt wird“, sagte der SPD-Politiker. Das gelte auch für den Fall, dass der Standort Gorleben nicht von vornherein ausgeschlossen werde. Allerdings werde man „keinem Vorschlag zustimmen, der Gorleben beinhaltet.“ Klar sei aber auch, dass für den Fall, dass bei einer neuen ergebnisoffen Suche wieder ein Standort in Niedersachsen ausgewählt werde, das Land diesem Ergebnis zustimmen würde. „Niedersachsen hat kein Recht, sich aus dem Prozess einer ergebnisoffenen Suche auszuklinken.“

Foto: Stephan Weil, über dts Nachrichtenagentur

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Ein Kommentar

  1. Wenn Herr Weil sich beim BfS rückversichert, wollte er wohl nicht auf objektive Sachkompetenz zurückgreifen.

    Es ist äußerst bedauerlich, dass die Langzeitrisikoanalyse zur Asse aus dem Jahr 2006 vom BfS so lange zurückgehalten wurde, bis die Entscheidung zur Rückholung getroffen war.

    Ein Fazit der Analyse war:

    „Der Schutz der Bevölkerung vor unzulässiger Strahlenexposition ist für die Ausbreitung von Radionukliden über den Lösungspfad nachgewiesen. Für wahrscheinliche Verhältnisse liegt die berechnete Strahlenexposition bei 0,05 mSv/a. Der Wert von 0,3 mSv/a wird mit einer Wahrscheinlichkeit von 95 % bei einem Vertrauensgrad von 95 % eingehalten.“

    Aus ist kein öffentlichen Papier bekannt, was die expliziten Kritikpunkte des BfS an dieser Langzeitrisikoanalyse sind. Würden diese auch für die Langzeitrisikoanalyse des Endlagers Morsleben zutreffen?

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