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Schnelle Datenleitungen sind Standortfaktor

Leistungsfähige Internetzugänge werden immer mehr zu handfesten Standortfaktoren. Nachdem sich mittlerweile rund alle zwei Jahre der Bedarf an Bandbreite verdoppelt, reichen die einst als Mindestversorgung angepeilten 2 MBit/sek längst nicht mehr aus.
Um Aufschluss über die tatsächliche Versorgung in den 105 Ortsteilen der 32 Städte und Kommunen im Landkreis zu haben, hatte das Landratsamt eine Studie in Auftrag gegeben, deren Ergebnisse dem Kreistag in seiner jüngsten Sitzung vorgestellt wurden. 46 Ortsteile sind demnach gut und zehn weitere Ortsteile ausreichend versorgt.
Nicht ausreichend versorgt sind 23 Ortsteile und weitere 26 Ortsteile sind unterversorgt. Überraschend war, dass die unterversorgten Bereiche nicht etwa ausschließlich ländlich strukturierte Gegenden betreffen, sondern auch Große Kreisstädte. Der Kreistag beauftragte die Verwaltung in seiner jüngsten Sitzung am 11. Juli, in einem zweiten Schritt die Möglichkeiten des Aufbaus eines kreisweiten Hochgeschwindigkeitsnetzes, ein sogenannter Backbone, auszuloten, an dem jeder Ortsteil mit zwei Übergabepunkten angeschlossen werden könnte.
Die Kosten für diese Untersuchung tragen die Kommunen. In einem dritten Schritt können dann die einzelnen Städte und Gemeinden die flächendeckende Breitbandversorgung auf ihren Gemarkungen konkret in Angriff nehmen. Die gemeinsame Vorgehensweise bietet nicht nur gegenüber den Telekommunikationsanbietern Vorteile, sondern verschaffen auch eine günstige Ausgangsposition für die Beantragung von Landeszuschüssen. Bei den zu erwartenden Kosten für die Tiefbaumaßnahmen und den Leitungsbau beteiligt sich der Landkreis Karlsruhe nicht. Seine Unterstützung für die Städte und Gemeinden liegt in der Erarbeitung von Konzepten und dem Aufzeigen von Fördermöglichkeiten.

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