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News zu Abitur

Das Abitur bezeichnet den höchsten deutschen Schulabschluss. Mit ihm wird die Befähigung zum Studium an einer europäischen Hochschule nachgewiesen. Mit dem Zeugnis wird die allgemeine Hochschulreife zuerkannt.
Im Unterschied dazu beschränkt das sogenannte Fachgebundene Abitur den Hochschulzugang auf bestimmte, in der Regel fachgebundene, Hochschulstudiengänge.
Mit einem „Zeugnis der Fachhochschulreife“ – umgangssprachlich auch als „Fachabitur“ bezeichnet – wird die Befähigung für das Studium an einer Fachhochschule nachgewiesen.
Ein Hochschulzugang ist über verschiedene Schul- und Studienformen und seit dem ersten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts durch die Gleichstellung inländischer beruflicher Qualifikation und die Feststellung der Gleichwertigkeit ausländischer Berufsqualifikationen erreichbar.
In Österreich und der Deutschschweiz sowie in einer Vielzahl anderer Länder spricht man statt von „Abitur“ von „Matura“. In Teilen der Deutschschweiz wird auch die Kurzform Matur verwendet.

Bereits im 18. Jahrhundert bestimmten die Universitäten noch allein über die Aufnahme von Studenten. Als erster deutscher Staat regelte Preußen mit dem Abiturreglement von 1788 durch den Kultusminister Karl Abraham von Zedlitz die Abgangsprüfung. Dieses Reglement geht auf Carl Ludwig Bauer zurück, der am Lyceum Hirschfeld 1776 zum ersten Mal ein besonderes Examen einführte, mit dem Schulabgänger auf ihre Hochschulreife geprüft wurden. Auch Johann Heinrich Ludwig Meierotto wirkte zu dieser Zeit als Rektor des Joachimsthalschen Gymnasiums Berlin in dieselbe Richtung.

In Preußen kam es auf Grund des in Art. 26 der Verfassungs-Urkunde von 1850 vorgesehenen Unterrichtsgesetzes zu einem Entwurf des Unterrichtsministers Adalbert von Ladenberg, der aber nicht weiterverfolgt wurde. In dem Entwurf war in den §§ 222–228 die Immatrikulation geregelt. In § 223 werden zwei Voraussetzungen für die Einschreibung vorgesehen, einmal ein von einem inländischen (= preußischen) Gymnasium ausgestelltes Zeugnis der Reife (Maturitätszeugnis) und zum zweiten die Erlaubnis durch den Vater oder Vormund zum Studium auf der betreffenden Universität. Das galt aber nur für diejenigen, die sich der Theologie, der Jurisprudenz und den Staatswissenschaften, der Medicin und Chirurgie, der Philologie oder einem sonstigen die Universitätsbildung gesetzlich erfordernden Berufe widmen wollten. 1896 konnten erstmals sechs Frauen in Preußen am Luisengymnasium Berlin ihre Reifeprüfung ablegen; studieren dürften sie aber damit nicht, dazu bedurfte es einer ministeriellen Sondergenehmigung.

Ab 1904 wurde das Monopol des Gymnasiums auf ein Studium aller Fächer aufgehoben (Ausnahme: altsprachliche Kenntnisse für Studien der Theologie und der Altphilologie). Noch 1908/09 (1908 Frauenstudium, aber nur nach Genehmigung des Ministers) waren bis zu 10 % der männlichen Studierenden (an den zwölf preußischen Universitäten) ohne Reifeprüfung (z. B. Chemiker, Nationalökonomen, Pharmazeuten, Zahnmediziner).
Seit 2005 findet an deutschen Auslandsschulen die sogenannte Deutsche Internationale Abiturprüfung Anwendung.

In den Abitur- oder Reifeprüfungen werden die in der Oberstufe erworbenen Kompetenzen in ausgewählten vier oder fünf Fächern geprüft. Die Prüfungsnoten fließen in die Durchschnittsnote des Reifezeugnisses mit ein.
Die Abiturprüfungen erfolgen schriftlich und mündlich. Das Verfahren unterscheidet sich in Deutschland von Land zu Land deutlich.
In 15 von 16 Bundesländern wird in den schriftlichen Prüfungen ein sogenanntes Zentralabitur abgelegt, lediglich in Rheinland-Pfalz werden sie dezentral durchgeführt. Alle Abiturklausuren werden von einem Erst- und einem Zweitgutachter bewertet. Das Verfahren zur Festlegung der Note unterscheidet sich wieder von Land zu Land.

In welchen und wie vielen Fächern eine mündliche Prüfung abgelegt wird, ist ebenso unterschiedlich geregelt. Mindestens eine mündliche Prüfung ist obligatorisch. Möglich ist bisweilen auch eine Präsentation (z. B. in Hessen). In manchen Ländern können auf Wunsch des Schülers in einem oder mehreren Fächern zusätzliche mündliche Prüfungen stattfinden, wenn er bei schlechter schriftlicher Leistung auf eine Verbesserung hofft. In einigen Ländern sind auch Gruppenprüfungen von bis zu drei Schülern möglich, die Prüfungsdauer verdreifacht sich in diesem Fall. Die mündliche Prüfung wird von einer Prüfungskommission, bestehend aus mindestens drei Lehrkräften, abgenommen. In Privatschulen kann ein staatlicher Beauftragter den Vorsitz der Prüfung übernehmen oder der Prüfung beiwohnen.
Oft ist es möglich, eine besondere Lernleistung, zum Beispiel die Teilnahme an einem Bundeswettbewerb oder eine Facharbeit, in die Abiturnote mit einzubringen. In manchen Bundesländern kann sie das vierte oder fünfte Prüfungsfach ersetzen. Da die Bildung in Deutschland im Kompetenzbereich der Länder liegt, gibt es hier von Land zu Land Unterschiede im Abitur. Für alle verbindlich sind aber die von der Kultusministerkonferenz (KMK) vereinbarten „Einheitlichen Prüfungsanforderungen in der Abiturprüfung“ (EPA), die bundesweit gelten.

Aus den unterschiedlichen Regelungen resultieren unterschiedliche Notendurchschnitte der Abiturprüfungen in den Ländern. So weisen die Länder Thüringen (2,30) und Baden-Württemberg (2,33) einen wesentlich besseren Notendurchschnitt auf als die Länder Berlin (2,71) oder Nordrhein-Westfalen (2,67). Der niedrigste Notendurchschnitt ergibt sich mit 2,72 in Niedersachsen (Stand 2005).
Relativiert werden diese Unterschiede dadurch, dass der Anteil der Schüler an den einzelnen Schularten zwischen den Ländern stark variiert. So erwerben in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen mehr als ein Viertel der Schüler die Hochschulreife, in Bayern dagegen nur 19 Prozent.
Zudem gewichten die Bundesländer die einzelnen Noten bei der Berechnung der Durchschnittsnote unterschiedlich. In einem von der Tageszeitung veröffentlichten Fallbeispiel erhält ein Schüler – bei identischen Noten in allen Klausuren und Prüfungen – in Hamburg die Abitur-Durchschnittsnote 1,9, in Thüringen die Durchschnittsnote 2,3 und in Sachsen-Anhalt erhält er kein Abitur.

Karliczek fordert Länder zu raschen Schritten für Zentralabitur auf

Karliczek fordert Laender zu raschen Schritten fuer Zentralabitur auf 310x205 - Karliczek fordert Länder zu raschen Schritten für Zentralabitur auf

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) hat die Länder zu raschen Schritten für ein Zentralabitur aufgefordert. "Die Diskussion um ein Zentralabitur ist völlig richtig. Sie ist kein Thema für das Sommerloch, sondern muss jetzt ernsthaft vorangetrieben werden", sagte sie dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (Donnerstagsausgaben). "Die Länder sollten noch in diesem Jahr zu ersten …

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OECD-Bildungsdirektor rät zu deutschem Zentralabitur

OECD Bildungsdirektor raet zu deutschem Zentralabitur 310x205 - OECD-Bildungsdirektor rät zu deutschem Zentralabitur

Der OECD-Bildungsdirektor und Chef der PISA-Studie, Andreas Schleicher, rät Deutschland zu einem bundesweiten Zentralabitur. "Ein Abitur auf Landesebene macht genauso wenig Sinn, wie dass jeder Provinzfürst seine eigene Währung druckt", sagte Schleicher den Zeitungen des "Redaktionsnetzwerks Deutschland" (Mittwochsausgaben). Denn am Ende bewürben sich die Schüler "um die gleichen Hochschulen und …

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Lehrerverband pocht auf grundlegende Abitur-Reform

Lehrerverband pocht auf grundlegende Abitur Reform 310x205 - Lehrerverband pocht auf grundlegende Abitur-Reform

Der Präsident des Deutschen Lehrerverbands, Heinz-Peter Meidinger, hat die Kultusminister zu Reformen beim Abitur aufgefordert. "Wenn die Bundesländer das Abitur als Hochschulzugangsberechtigung erhalten wollen, muss sich gewaltig etwas ändern. Wir müssen das Abitur retten", sagte er dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (Dienstagsausgaben). Zur Forderung von Baden-Württembergs Kultusministerin Susanne Eisenmann nach einem bundesweiten …

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Philologenverband lehnt Bundeszentralabitur ab

Philologenverband lehnt Bundeszentralabitur ab 310x205 - Philologenverband lehnt Bundeszentralabitur ab

Der Deutsche Philologenverband lehnt ein Bundeszentralabitur ab. Dieses sei weder inhaltlich noch organisatorisch in naher Zukunft realisierbar, sagte Verbandschefin Susanne Lin-Klitzing am Mittwoch. "Vielmehr brauchen wir endlich Landesabiture mit bundes- und landeszentralen Aufgabenstellungen, festgelegten einheitlichen Prüfungsbedingungen und klar festgelegten einheitlichen Korrekturmodi." Nicht jedes Bundesland könne wählen, ob es vier oder …

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Philologenverband lehnt Zentralabitur ab

Philologenverband lehnt Zentralabitur ab 310x205 - Philologenverband lehnt Zentralabitur ab

Der Deutsche Philologenverband hat die Forderungen nach einem bundesweiten Zentralabitur scharf kritisiert. "Wir machen uns stark für mehr Vergleichbarkeit auf höherem Niveau bei den zentralen Prüfungen im Abitur, aber das wird nicht mit der populistischen Forderung nach einem Bundeszentralabitur erreicht", sagte die Verbandsvorsitzende Susanne Lin-Klitzing der "Welt" (Mittwochsausgabe). Es sei …

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Baden-Württemberg fordert Zentralabitur in fünf bis zehn Jahren

Baden Wuerttemberg fordert Zentralabitur in fuenf bis zehn Jahren 310x205 - Baden-Württemberg fordert Zentralabitur in fünf bis zehn Jahren

Baden-Württembergs Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) fordert entschlossene Schritte für ein deutschlandweites Zentralabitur. "Wir brauchen in Deutschland innerhalb von fünf bis zehn Jahren ein zentrales Abitur und auch für andere Schulabschlüsse zentrale Prüfungen", sagte sie dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (Dienstagausgaben). "Praktisch heißt das für das Abitur: Am Ende muss es nicht nur …

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Kramp-Karrenbauer will neue Debatte über Gesellschaftsdienst

Kramp Karrenbauer will neue Debatte ueber Gesellschaftsdienst 310x205 - Kramp-Karrenbauer will neue Debatte über Gesellschaftsdienst

Die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer hat die Einführung eines einmonatigen Nationaldienstes in Frankreich gelobt und eine neue Debatte in Deutschland gefordert. "Die Initiative von Emmanuel Macron, für alle Jugendlichen einen einmonatigen Allgemeinen Dienst für die Nation einzuführen, ist ein spannendes Modell", sagte sie dem Nachrichtenportal "T-Online". "Aus der Zuhör-Tour der CDU …

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Forsa: Grüne weiterhin vor Union – SPD gleichauf mit AfD

Forsa Gruene weiterhin vor Union SPD gleichauf mit AfD 310x205 - Forsa: Grüne weiterhin vor Union - SPD gleichauf mit AfD

Die Grünen bleiben in der neuesten Forsa-Umfrage in der Wählergunst weiterhin vor der Union. Laut der Erhebung des Meinungsforschungsinstituts für RTL und n-tv, die am Samstag veröffentlicht wurde, kommen die Grünen, die erstmals in der Woche nach der Europawahl zur stärksten Partei in Deutschland wurden, unverändert auf 27 Prozent der …

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Kultusministerkonferenz: Zahl der Studienanfänger bis 2030 stabil

Kultusministerkonferenz Zahl der Studienanfaenger bis 2030 stabil 310x205 - Kultusministerkonferenz: Zahl der Studienanfänger bis 2030 stabil

Die Zahl der Studienanfänger bleibt in den kommenden zehn Jahren auf hohem Niveau stabil - für das Jahr 2030 wird mit rund 510.300 Studienanfängern gerechnet. Das geht aus einer neuen Vorausberechnung der Kultusministerkonferenz (KMK) hervor, über die die Zeitungen des "Redaktionsnetzwerks Deutschland" (Samstagsausgaben) berichten. Die Zahl für 2030 entspreche damit …

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OECD-Bildungsdirektor kritisiert deutschen Mathe-Unterricht

OECD Bildungsdirektor kritisiert deutschen Mathe Unterricht 310x205 - OECD-Bildungsdirektor kritisiert deutschen Mathe-Unterricht

OECD-Bildungsdirektor Andreas Schleicher hält die Mathematik-Prüfungen im deutschen Abitur für zeitgemäßer und sinnvoller als in der Vergangenheit, übt aber zugleich harte Kritik am deutschen Mathe-Unterricht. "Die deutschen Schüler haben nicht leichtere Abituraufgaben, sondern besseren Unterricht verdient", sagte Schleicher, der zugleich Chef der internationalen Bildungsvergleichsstudie PISA ist, dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (Freitagsausgaben). …

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Chef der Kultusministerkonferenz stellt Abitur-Beschwerden infrage

Chef der Kultusministerkonferenz stellt Abitur Beschwerden infrage 310x205 - Chef der Kultusministerkonferenz stellt Abitur-Beschwerden infrage

Der Vorsitzende der Kultusministerkonferenz (KMK), Hessens Kultusminister Alexander Lorz (CDU), bezweifelt die Rechtmäßigkeit der Abiturienten-Beschwerden aus verschiedenen Bundesländern hinsichtlich des Mathematik-Abiturs. "Die Kritik der Schülerinnen und Schüler ist in der Petition sehr allgemein formuliert, wir können daher nicht erkennen, wo genau die Schüler Probleme hatten", sagte Lorz der "Bild-Zeitung" (Donnerstagsausgabe). …

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