Druckerei Berger im Hoch

Horn (A) – Ferdinand Berger, Peter Berger, Peter Berger jun. Dreimal Berger, so setzt sich die Geschäftsleitung der Druckerei Berger in Horn im Waldviertel zusammen. Das Waldviertel, das in Österreich als Abwanderungsgebiet gilt, setzt sich ein Familienbetrieb immer stärker durch, auch am internationalen Markt und schafft wertvolle Arbeitsplätze in der Region. Gegenwärtig beschäftigt das Unternehmen 270 Mitarbeiter. Bei der Vorstufe werden die digitalen Kundendaten mittels CTP Technologie, Computer-to-Plate, verarbeitet. Im Bogenoffset erfolgt der Druck mit insgesamt 21 Druckwerken, darunter zwei Heidelberg Speedmaster für den 5-Farben-Druck, für Sonderfarben und spezielle Drucklackierungen. Für das Rollenoffset steht unter anderem eine 48 Seiten MAN Lithoman zur Verfügung, die auch Sonderformate ermöglicht. Doch damit soll es jedoch nicht getan sein.

Hohe Investitionen

In der nächsten Woche wird in der Druckerei Berger eine neue, großformatige Rollenoffset-Maschine in Betrieb genommen, Höhe der Investition rund 10 Millionen Euro. Mit der neuen Maschine soll die Druckkapazität um rund 30 Prozent erhöht werden. Im Frühjahr wird weiter modernisiert, mit einer neuen Bogenoffset-Maschine, in die weitere 4 Millionen investiert werden. “Zehn Millionen sind für einen Familienbetrieb keine Kleinigkeit, aber wir gehen davon aus, mit der Investition im kommenden Geschäftsjahr ein zweistelliges Umsatzplus zu erzielen”, erklärt Peter Berger Senior. Der Umsatz des Familienunternehmens liegt bei 60 Millionen Euro. Die neue Rollenoffset-Maschine wird für den Zeitschriftendruck mit mittlerer Auflagenzahl eingesetzt, die Bogenoffset-Maschine für Zeitschriften-, Katalog- und Werbemitteldruck mit niedriger Auflagenzahl. Seitens der Geschäftsleitung kann auch der Exportanteil durch die neuen Maschinen erhöht werden. Gegenwärtig liegt er bei 15 Prozent: „Wir werden in Deutschland und der Schweiz stärker in die Akquise gehen.“ Und Angst vor der Internetkonkurrenz? „Das Internet wird Printprodukte nur ergänzen, aber nicht substituieren – schon deshalb, weil Inserate in Print ungleich besser ankommen als im Internet, wo man Werbung sogar unterdrücken kann“, sieht Berger die Lage zuversichtlich.

Seit 145 Jahren erfolgreich

1868 gründet Ferdinand Berger I. sein eigenes Unternehmen, mit einer Handpresse. Der Buchdruck fand so Einzug auch in das Waldviertel. 1911 wird bereits die erste Linotype-Maschine aufgestellt. Der Einstieg in die Rollenoffset-Technolgie erfolgt 1968. Die Druckerei Berger ergänzt 1998 den Betrieb mit der ersten 24 Seiten Rollenoffset-Maschine Österreichs, der Sunday-Press. Sie stellte die bisher größte Investition in der Firmengeschichte dar. Doch der Superlative nicht genug, folgt 2006 Österreichs größter Digitaldrucker für Schwarz-Weiß und feiert auch Österreich Premiere mit einem Sammelhefter mit Onyx Beilageneinsteckmaschine. Ein Vorreiter aus dem Waldviertel, der vor Investitionen nicht zurückschreckt und zukunftsorientiert agiert.

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