Der 88-jährige Iwako Hakamada verbrachte mehr als die Hälfte seines Lebens zu Unrecht in der Todeszelle. Der Japaner wurde 1966 für einen Mord verurteilt, den er allem Anschein nach nicht begangen hatte. Über vier Jahrzehnte lang saß er in Isolationshaft, immer in Erwartung der Hinrichtung.
Zweifel an der Schuld
Bereits während des Prozesses gab es starke Zweifel an Hakamadas Schuld. Die Beweislage war äußerst dünn, und es kam der Verdacht auf, dass die Polizei Beweise gefälscht haben könnte. Trotzdem wurde der damals 30-Jährige zum Tode verurteilt.
Neue Hoffnung nach 45 Jahren
Jahrzehnte lang kämpften Hakamadas Anwälte für eine Wiederaufnahme des Verfahrens. Erst 2014, nach 45 Jahren in der Todeszelle, kam es dazu. Das Gericht ordnete daraufhin an, Hakamada freizulassen, da neue DNA-Analysen seine Unschuld bewiesen.
Ein Leben im Schatten des Todes
Obwohl Hakamada nun endlich freigesprochen wurde, hat ihn die jahrzehntelange Haft schwer gezeichnet. Die Isolation und ständige Todesangst haben tiefe Spuren in seiner Psyche hinterlassen. Mit 88 Jahren muss er nun versuchen, sein Leben wieder aufzubauen – ein schwieriges Unterfangen nach so langer Zeit im Schatten des Todes.
