Monatelang soll ein damals 12-jähriger Bub aus Waidhofen an der Thaya von seiner eigenen Mutter aufs Grausamste misshandelt worden sein. Laut Anklage wurde der Junge von seiner Mutter über einen längeren Zeitraum hinweg regelmäßig gefesselt, geknebelt, gequält und sogar in eine enge Hundebox eingesperrt. Offenbar wurde er auch systematisch unterernährt und ausgehungert. Die Mutter muss sich nun unter anderem wegen versuchten Mordes und schwerer Körperverletzung vor Gericht verantworten.
Am zweiten Verhandlungstag kamen weitere erschreckende Details ans Licht. Medizinische Gutachten ergaben, dass der Junge infolge der monatelangen Misshandlungen und Mangelernährung in einem desolaten gesundheitlichen Zustand war. Er war stark untergewichtig, dehydriert und wies zahlreiche Verletzungen sowie Mangelerscheinungen auf. Die Ärzte beschrieben ihn als schwer traumatisiert und in Lebensgefahr schwebend.
Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die Mutter ihren Sohn über einen sehr langen Zeitraum hinweg systematisch gequält und ihm das Essen sowie Trinken verweigert hat. Ihr wird vorgeworfen, den Tod des Jungen billigend in Kauf genommen zu haben. Die Verteidigung behauptet hingegen, die Frau habe aufgrund eigener psychischer Probleme die Kontrolle über die Situation verloren. Der Prozess wird voraussichtlich noch mehrere Tage dauern, bis ein Urteil gesprochen wird.
