Dobrindt fordert Verhandlungen bei Air Berlin und Tuifly

Dobrindt fordert Verhandlungen bei Air Berlin und Tuifly

Dobrindt fordert Verhandlungen bei Air Berlin und TuiflyBundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) hat Belegschaften und Management der Fluggesellschaften Air Berlin und Tuifly aufgerufen, interne Probleme am Verhandlungstisch zu lösen. Gegenüber „Bild“ (Freitag) sagte Dobrindt: „Das ist keine akzeptable Situation. Die Airlines müssen ihrer Verantwortung gegenüber den Fluggästen nachkommen. Interne Konflikte müssen am Verhandlungstisch ausgetragen werden und nicht auf den Rücken der Passagiere.“

Der Aufsichtsratsvorsitzende von Tuifly, Henrik Homann, sagte der „Entschädigungen sind für die meisten Kunden nicht die Priorität, sie wollen ja schließlich Ferien machen. Wir versuchen alles, um die Auswirkungen auf die Gäste so gering wie möglich zu halten. Wir wissen, dass das leider momentan nicht bei allen Kunden gelingt.“ Homann betonte zugleich, er wolle sich an Spekulationen, über mögliche Ursachen der Krankmeldungen nicht beteiligen. Auf die Frage, ob es sich wirklich um Krankmeldungen oder vielmehr um verdeckte und damit wilde Streiks handele, sagte Homann gegenüber „Das möchte ich nicht bewerten.“

Auf dem Flugmarkt gibt es längst einen Preiskampf, der von Billigfliegern wie Ryanair und Easyjet angefacht wird. Auch die Lufthansa ist immer wieder mit den Piloten in zähen Verhandlungen, bei denen es vordergründig um die Altersversorgung geht, aber letztlich um die vom Unternehmen geplante Stärkung der Billigtochter Eurowings. Die Spirale der Sparmaßnahmen wird sich somit fortsetzen – wer zu teuer ist, verliert Passagiere. So verständlich das Unwohlsein der Belegschaft auch ist, so wenig lässt sich dieser Trend durchs Fernbleiben von der Arbeit aufhalten.

Foto: Flugpassagiere vor der Passkontrolle, über dts Nachrichtenagentur, Quellen: dts, Stuttgarter Nachrichten

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