Export nach Russland: hier lauern Probleme

Export nach Russland: hier lauern Probleme

Export nach Russland: hier lauern ProblemeBerlin – Der WTO-Beitritt Russlands (siehe auch hier über russische Firmen in Hamburg) sollte den Warenaustausch zwischen den Partnerländern vereinfachen, tatsächlich aber ist gerade für Mittelständler der Export nach Russland mit Hindernissen gespickt. Es gibt einiges zu beachten, damit nicht immer neue Auflagen und Abgaben den unerfahrenen Mittelständler belasten.

Viel Vertrauen nötig

Als Erstes sollte man sich von der Vorstellung verabschieden, man könne den Warenexport nach Russland gänzlich in Eigenverantwortung regeln. Ohne eine eigene Repräsentanz im Land muss der Export über den Handelspartner abgewickelt werden. Man gibt die Verantwortung also voll an einen – möglicherweise Unbekannten – ab. Achten Sie genau auf Vollständigkeit der Export-Dokumente, da ansonsten schnell Probleme auftreten können, bei deren Lösung Sie auf jemand anderen verlassen müssen. Oft beauftragt der russische Handelspartner auch einen Zollbroker zur Abwicklung. Nicht alle dieser Mittelmänner sind vertrauenswürdig und es besteht die Gefahr einer „grauen Verzollung“, Rechnungen verschwinden oder der Preis ändert sich plötzlich. Lassen Sie sich unbedingt über den von Ihrem Handelspartner beauftragten Zollbroker informieren.

Sprachhindernisse und hohe Gebühren

Trotz WTO-Beitritt müssen beim Export nach Russland sämtliche Dokumente in russischer Sprache vorgelegt werden. Auch auf den Frachtbrief muss geachtet werden. Die dort anzugebende Zolltarifnummer bereitet in der Praxis oft Probleme, da deutsche und russische Angaben oft nicht übereinstimmen. Auch Produktzertifikate müssen bei der Einfuhr vorgelegt werden. Umso genauer die Übersetzungen und Papiere bearbeitet sind, desto einfacher wird letztendlich der Export an den oft überfüllten Zollstellen. Lange Lkw-Schlangen vor den Zollterminals sind keine Seltenheit in Russland. Damit ein Passieren überhaupt möglich ist, muss man sich an einer der Zollstellen registrieren, was in der Regel drei Tage dauert und vor Einfuhr der Ware erledigt sein muss. Um Verzögerungen zu vermeiden, ist es ratsam, sich gleich an mehreren Stellen anzumelden. Fehlen Papiere oder Unterlagen beim Export nach Russland, wird es schnell teuer. Kann der Fehler nicht sofort behoben werden, sitzt die Ware fest und wird erst bei vollständiger Bezahlung wieder abgefertigt.

Schwierig, aber nicht unmöglich
Gerade Mittelständler umgehen die Tücken beim Export nach Russland durch saubere Vorarbeit. Ein vertrauensvoller Kontakt in das Land kann Wunder an den Zollstellen bewirken. Sind dann noch vollständige Papiere vorhanden, sollte der reibungslosen Einfuhr nichts mehr im Wege stehen.

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