Der Absturz einer aserbaidschanischen Passagiermaschine am 25. Dezember 2024 in Kasachstan hat große Bestürzung ausgelöst. Die Maschine mit der Flugnummer J2-8243, die von der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku ins russische Grosny fliegen sollte, stürzte rund drei Kilometer vor der Stadt Aktau an der Küste des Kaspischen Meeres ab. Von den 67 Menschen an Bord überlebten 29, die aber alle verletzt wurden.
Erste Untersuchungsergebnisse deuten auf „Einwirkung von außen“ als Ursache für den Absturz hin, wie der Fluggesellschaft Azerbaijan Airlines in einer Stellungnahme mitteilte. Demnach seien „physische und technische Einwirkung von außen“ für das Unglück verantwortlich. Laut Medienberichten gehen die aserbaidschanischen Behörden davon aus, dass die Maschine von einer russischen Boden-Luft-Rakete getroffen wurde.
Ungeklärter Kurswechsel über dem Kaspischen Meer
Auffällig ist, dass der Pilot den Flug plötzlich über das Kaspische Meer nach Kasachstan umgeleitet hatte, aus offiziell ungeklärten Gründen. Normalerweise hätte der Flug direkt von Baku nach Grosny führen sollen. Warum der Pilot diese Änderung vornahm, ist bislang unklar.
Mögliche Szenarien: Technische Probleme oder Abschuss?
Es gibt zwei mögliche Szenarien, die als Ursachen für den Absturz diskutiert werden:
1. Technische Probleme an Bord
Eine erste Theorie geht davon aus, dass es an Bord der Maschine technische Probleme gegeben haben könnte, die den Piloten zum Kurswechsel über das Kaspische Meer veranlassten. Möglicherweise war die Maschine beschädigt oder es traten andere technische Defekte auf, die eine Notlandung in Kasachstan erforderlich machten. Diese Annahme würde die Umleitung des Fluges erklären.
2. Abschuss durch russische Rakete
Die zweite, zunehmend wahrscheinlicher werdende Theorie ist, dass die Maschine von einer russischen Boden-Luft-Rakete abgeschossen wurde. Dafür sprechen die Aussagen der aserbaidschanischen Behörden, die von „Einwirkung von außen“ als Absturzursache ausgehen. Auch die Tatsache, dass der Absturz in der Nähe der kasachischen Küste erfolgte, könnte auf einen Raketenbeschuss hinweisen.
Internationale Untersuchung eingeleitet
Um die genauen Umstände des Absturzes aufzuklären, haben die kasachischen Behörden eine internationale Untersuchungskommission einberufen. Neben Experten aus Kasachstan sind auch Vertreter Aserbaidschans und Russlands an den Ermittlungen beteiligt. Ziel ist es, die Absturzursache zweifelsfrei zu klären und mögliche Verantwortliche zu identifizieren.
Die Untersuchungen laufen noch, sodass die endgültigen Ergebnisse noch nicht vorliegen. Allerdings verdichten sich die Hinweise, dass der Absturz tatsächlich auf einen Abschuss durch eine russische Rakete zurückzuführen sein könnte. Sollte sich dieser Verdacht bestätigen, hätte dies weitreichende politische und diplomatische Konsequenzen für die Beziehungen zwischen Russland, Aserbaidschan und der internationalen Gemeinschaft.
Trauer und Entsetzen nach dem Unglück
Der Absturz der aserbaidschanischen Passagiermaschine hat weltweit große Bestürzung ausgelöst. Besonders in Aserbaidschan herrscht tiefe Trauer um die 38 Todesopfer. Angehörige, Freunde und die gesamte Bevölkerung sind schockiert über den Verlust so vieler Menschenleben.
Auch international reagierten zahlreiche Politiker und Institutionen mit Mitgefühl und Fassungslosigkeit. UN-Generalsekretär António Guterres sprach den Angehörigen sein Beileid aus und betonte, dass eine umfassende Untersuchung des Vorfalls dringend notwendig sei. Staatschefs und Regierungen aus aller Welt verurteilten den Absturz und forderten Aufklärung.
