Die Ampel-Koalition befindet sich in intensiven Beratungen, um beim geplanten Verbot von Öl- und Gasheizungen besondere Rücksicht auf ältere Eigenheimbesitzer zu nehmen. Informationen der „Bild“-Zeitung zufolge prüft die Regierung verschiedene Sonderregelungen, um die Härten für diese Zielgruppe abzumildern.
Ein zentraler Punkt ist demnach, dass älteren Menschen unter bestimmten Bedingungen ermöglicht werden soll, ihre Öl- oder Gasheizung auch über den ursprünglich vorgesehenen Stichtag hinaus weiterbetreiben zu können. Dies soll verhindern, dass Senioren aus finanziellen Gründen gezwungen sind, ihr angestammtes Zuhause zu verlassen.
Neben dieser Sonderregelung für Ältere wird auch diskutiert, die Übergangsfristen für den Austausch sämtlicher fossiler Heizungen zu verlängern. Damit soll den Bürgern mehr Zeit eingeräumt werden, um die erforderlichen Umstellungen vorzunehmen und die erheblichen Investitionskosten aufzubringen.
Darüber hinaus verhandelt die Koalition offenbar darüber, ob der Weiterbetrieb von Gasheizungen über das Jahr 2045 hinaus grundsätzlich ermöglicht werden kann – allerdings unter der Bedingung, dass dann klimafreundliche Ersatzstoffe zum Einsatz kommen. Dieses Vorgehen könnte den schrittweisen Übergang zu einer klimaneutralen Wärmeversorgung erleichtern.
Die Entscheidungen zu diesen Sonderregelungen sollen laut Medienberichten beim nächsten Treffen des Koalitionsausschusses am Dienstag fallen. Damit versucht die Regierung, einen ausgewogenen Interessenausgleich zwischen Klimazielen und den Bedürfnissen der Bürger zu finden. (dts Nachrichtenagentur)
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