Vor vier Jahren wurde der Lehrer Samuel Paty in einem Vorort von Paris brutal enthauptet. Der Mord an dem Geschichtslehrer, der im Unterricht Mohammed-Karikaturen gezeigt hatte, schockierte ganz Frankreich. Der Täter, ein 18-jähriger Islamist, wurde noch am Tatort von der Polizei erschossen.
Hetzkampagne gegen den Lehrer
Im Vorfeld des Mordes hatte es eine massive Hetzkampagne gegen Samuel Paty gegeben. Eltern und Aktivisten hatten in sozialen Medien gegen den Lehrer gehetzt, weil er im Unterricht Mohammed-Karikaturen verwendet hatte. Die Kampagne hatte sich innerhalb weniger Tage hochgeschaukelt und war schließlich in der brutalen Tat eskaliert.
Der Prozess gegen mutmaßliche Unterstützer
Nun, vier Jahre später, beginnt in Paris der Prozess gegen acht Personen, die als mutmaßliche Unterstützer des Attentäters gelten. Ihnen wird vorgeworfen, durch ihre Aktivitäten in den sozialen Medien die Hetzkampagne angeheizt und so indirekt zum Mord an Samuel Paty beigetragen zu haben. Der Prozess soll die Hintergründe der Tat und die Rolle der Angeklagten aufklären.
Kampf gegen Radikalisierung und Hass im Netz
Der Prozess wird auch als Warnung an all jene gesehen, die in sozialen Medien Hass und Hetze verbreiten. Die französische Regierung hat den Kampf gegen Radikalisierung und online verbreiteten Extremismus zu einem Schwerpunkt ihrer Politik gemacht. Der Prozess soll ein Signal setzen, dass solche Aktivitäten rechtliche Konsequenzen haben können.
