US-Vizepräsident J.D. Vance nahm auf dem KI-Gipfel in Paris eindeutig Stellung gegen eine zu strikte Regulierung künstlicher Intelligenz. In seiner Rede betonte er, dass die Meinungsfreiheit unter keinen Umständen eingeschränkt werden dürfe. Gleichzeitig sprach er sich dafür aus, dass KI-Systeme frei von ideologischen Vorurteilen sein sollten.
Vance sieht in der Entwicklung und dem Einsatz von KI-Technologien eine „neue industrielle Revolution“, die das Potenzial hat, die Gesellschaft und Wirtschaft grundlegend zu verändern. Aus seiner Sicht wäre eine zu strenge Regulierung kontraproduktiv und würde die Innovationskraft der amerikanischen Technologieunternehmen behindern. Stattdessen plädiert er für einen ausgewogenen Ansatz, der einerseits den Schutz fundamentaler Rechte und Werte gewährleistet, andererseits den Unternehmen aber auch den nötigen Freiraum lässt, um ihre Technologien weiterzuentwickeln.
Vance warnte insbesondere vor einer zu strengen Regulierung von US-Technologieunternehmen im Ausland. Er befürchtet, dass dies deren globale Wettbewerbsfähigkeit untergraben und letztlich den Technologievorsprung der USA gefährden könnte. Stattdessen sprach er sich dafür aus, einen internationalen Ordnungsrahmen zu schaffen, der die Interessen aller Beteiligten berücksichtigt.
Gleichzeitig betonte Vance aber auch, dass bei der Entwicklung und Anwendung von KI die ethischen Aspekte nicht vernachlässigt werden dürften. KI-Systeme müssten so konzipiert werden, dass sie die Grundwerte der Gesellschaft respektieren und keinen Schaden anrichten. Dafür seien allerdings weniger restriktive Regulierungen der richtige Weg als eine übermäßige Bürokratisierung.
Insgesamt zeigte sich der US-Vizepräsident überzeugt davon, dass die USA im globalen Wettbewerb um die Technologieführerschaft eine Vorreiterrolle einnehmen müssen. Dafür sei es entscheidend, Innovationen in den Bereichen KI und Digitalisierung zu fördern und gleichzeitig ein ausgewogenes Regulierungsumfeld zu schaffen. Nur so könne man die Chancen der „neuen industriellen Revolution“ optimal nutzen, ohne die Risiken aus den Augen zu verlieren.
