Bundesfamilienministerin Lisa Paus (Grüne) verteidigt trotz der Kritik von Arbeitgebern ihre Pläne für eine Familienstartzeit nach der Geburt eines Kindes. Sie argumentiert, dass diese Maßnahme langfristig dazu beitragen wird, den Fachkräftemangel zu lindern.
„Die Arbeitgeber sind besorgt, dass die Familienstartzeit den Fachkräftemangel noch verschärfen könnte. Aber genau das Gegenteil ist der Fall“, erklärte Paus. Sie betont, dass Frauen dank der Familienstartzeit früher in den Beruf zurückkehren und ihre Arbeitszeit erhöhen werden. Dies sei möglich, weil Väter durch Familienstartzeit mehr Betreuungsaufgaben übernehmen.
Paus verweist auf Studien, die belegen, dass sich in der Zeit nach der Geburt eines Kindes entscheidet, wie Paare die Kinderbetreuung aufteilen. Die Zusatzkosten für die Arbeitgeber hält sie für überschaubar imgleich zu den langfristigen Vorteilen.
„Wir müssen jetzt investieren, um in Zukunft mehr Fachkräfte zur Verfügung zu haben. Das ist eine Win-win-Situation Familien, Unternehmen und unsere Gesellschaft insgesamt“, betonte die Ministerin.
Paus will den Vätern nach der Geburt eines Kindes zudem zwei bezahlte Freiwochen ermöglichen. Damit soll die Vereinbarkeit von Familie und Berufstätigkeit gestärkt werden. (dts Nachrichtenagentur)
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