Polens Außenminister Radosław Sikorski hat eine umstrittene Forderung erhoben. Er fordert die Abschaffung der Sozialleistungen in der Europäischen Union für ukrainische Männer im wehrfähigen Alter. Dies begründet er damit, dass diese Männer nach Ansicht der polnischen Regierung stattdessen in der Ukraine kämpfen sollten, um ihr Land gegen den russischen Angriff zu verteidigen.
Unterstützung für die Ukraine
Die Forderung des polnischen Außenministers ist Teil einer breiteren Debatte darüber, wie die Europäische Union die Ukraine in dem Konflikt mit Russland am besten unterstützen kann. Polen hat sich bislang als einer der entschiedensten Unterstützer der Ukraine erwiesen und drängt die EU zu noch mehr Hilfe.
Kritik an der Forderung
Die Forderung nach einem Stopp der Sozialleistungen für wehrfähige ukrainische Männer in der EU stößt jedoch auch auf Kritik. Menschenrechtsorganisationen und andere Länder sehen darin einen unzulässigen Eingriff in die persönliche Freiheit und Entscheidungshoheit der Betroffenen. Zudem wird befürchtet, dass eine solche Maßnahme die ohnehin schwierige Situation vieler ukrainischer Flüchtlinge in der EU weiter verschärfen könnte.
Die Debatte über die richtige Unterstützung für die Ukraine in diesem Krieg wird voraussichtlich in den kommenden Wochen und Monaten weitergehen.
