Rechtspopulist Bardella wirft anderen Parteien „Bündnis der Schande“ vor

Rechtspopulist Bardella wirft anderen Parteien "Bündnis der Schande" vor


Der rechtspopulistische Rassemblement National (RN) von Marine Le Pen, eine der umstrittensten politischen Parteien Frankreichs, ist bei den jüngsten Parlamentswahlen unerwartet nur auf den dritten Platz gekommen. Obwohl die Partei im Vorfeld als Favorit galt, konnten sie ihre Erwartungen nicht erfüllen.

Parteichef Jordan Bardella, der als Nachfolger von Marine Le Pen gilt, macht dafür ein „Bündnis der Schande“ der anderen Parteien verantwortlich. Er wirft den etablierten Parteien vor, sich zusammengetan zu haben, um einen Wahlsieg des Rassemblement National zu verhindern. Bardella spricht von einem „undemokratischen Manöver“, mit dem die Wähler um ihre Stimme gebracht worden seien.

Die Niederlage des Rassemblement National wird von Beobachtern als Rückschlag für die Partei gesehen, die in den letzten Jahren kontinuierlich an Zustimmung gewonnen hatte. Viele hatten erwartet, dass die Partei bei diesen Wahlen erstmals stärkste Kraft im Parlament werden könnte. Stattdessen musste sie sich hinter der Renaissance-Partei von Präsident Emmanuel Macron und der linkspopulistischen Nouvelle Union Populaire Écologique et Sociale (NUPES) einreihen.

Die Gründe für das überraschend schwache Abschneiden des Rassemblement National werden nun eingehend analysiert. Experten sehen neben dem angeblichen „Bündnis der Schande“ auch andere Faktoren wie die zunehmende Polarisierung der französischen Gesellschaft und den Aufstieg neuer linker Kräfte als mögliche Ursachen.

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