Warnung vor einer Putin-Operation im Herbst Ist dies der letzte Sommer in Frieden, den wir erleben? Diese beunruhigende Frage steht im Raum, da Experten zunehmend vor einem möglichen Großangriff Russlands auf NATO-Staaten bereits im kommenden Herbst warnen.
Die Sorge gründet sich insbesondere auf Beobachtungen und Analysen des sogenannten „Sapad“-Manövers, das in Belarus stattfindet. Dieses Manöver wird als möglicher Hinweis auf aggressive Absichten des Kremls interpretiert.
Das „Sapad“-Manöver als Indikator
Das „Sapad“ (Westen) Manöver ist eine regelmäßig stattfindende Militärübung, die Russland gemeinsam mit Belarus durchführt. Es dient offiziell der Stärkung der Verteidigungsfähigkeit beider Staaten und der Erprobung neuer Militärstrategien.
Allerdings wird „Sapad“ von westlichen Geheimdiensten und Militärexperten seit Langem mit Argwohn beobachtet. In der Vergangenheit diente es bereits als Vorwand für russische Truppenbewegungen und zur Machtdemonstration an den Grenzen zu NATO-Staaten.
Die Größe, der Umfang und das Szenario des Manövers geben Aufschluss über die tatsächlichen Absichten Russlands. Wenn das Manöver offensive Elemente beinhaltet und sich auf Szenarien konzentriert, die über rein defensive Maßnahmen hinausgehen, verstärkt dies die Befürchtungen einer möglichen Aggression.
Eskalationsszenarien und die Rolle der NATO
Die konkreten Eskalationsszenarien, vor denen gewarnt wird, variieren, aber sie beinhalten typischerweise Angriffe auf die baltischen Staaten (Estland, Lettland, Litauen) oder Polen.
Diese Länder sind NATO-Mitglieder, was bedeutet, dass ein Angriff auf sie den Bündnisfall auslösen würde. Die NATO wäre demnach verpflichtet, militärisch zu reagieren, was potenziell zu einer direkten militärischen Konfrontation mit Russland führen könnte.
Die NATO hat in den letzten Jahren ihre Präsenz in den baltischen Staaten und Polen verstärkt, um ein deutliches Signal der Abschreckung an Russland zu senden. Gleichzeitig betont die NATO, dass sie nicht auf Konfrontation aus ist, sondern die Sicherheit ihrer Mitglieder gewährleisten will.
Die Hintergründe der Befürchtungen
Die Sorgen vor einer russischen Aggression speisen sich aus mehreren Quellen. Zum einen hat der Krieg in der Ukraine gezeigt, dass Putin bereit ist, militärische Gewalt einzusetzen, um seine politischen Ziele zu erreichen. Zum anderen könnte der Kreml die derzeitige geopolitische Lage als günstig betrachten, um seine Einflusssphäre auszudehnen.
Möglicherweise geht Putin davon aus, dass die NATO durch interne Differenzen und die Fokussierung auf den Ukraine-Krieg geschwächt ist. Darüber hinaus könnten innenpolitische Faktoren in Russland eine Rolle spielen. Ein erfolgreicher militärischer Einsatz könnte dazu dienen, die öffentliche Meinung von innenpolitischen Problemen abzulenken und Putins Machtbasis zu festigen.
