Rutte: Selenskyjs Scholz-Kritik unfair

Rutte: Selenskyjs Scholz-Kritik unfair


Der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte hat die Kritik des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj an Bundeskanzler Olaf Scholz als „unfair“ bezeichnet. In einem Interview äußerte sich Rutte, der auch als Generalsekretär der NATO fungiert, zu den jüngsten Spannungen zwischen Deutschland und der Ukraine.

Selenskyj hatte Scholz in den letzten Wochen mehrfach kritisiert und ihm vorgeworfen, nicht genug Unterstützung für die Ukraine im Krieg gegen Russland zu leisten. Insbesondere Deutschlands zögerliche Haltung bei Waffenlieferungen und der Verweigerung eines Besuchs in Kiew stießen auf scharfe Kritik aus der Ukraine.

Rutte verteidigte jedoch den Kurs von Bundeskanzler Scholz. In seinen Augen sei die Kritik Selenskyjs „ungerechtfertigt“. Deutschland leiste einen wichtigen Beitrag zur Unterstützung der Ukraine, sowohl finanziell als auch bei der Lieferung von Waffen und Ausrüstung. Gleichzeitig betonte Rutte aber auch, dass jeder Staat seine eigenen Möglichkeiten und Prioritäten habe und nicht alle Erwartungen erfüllen könne.

Der niederländische Regierungschef appellierte an alle Beteiligten, konstruktiv zusammenzuarbeiten und Differenzen hinter verschlossenen Türen auszuräumen. Öffentliche Kritik und gegenseitige Vorwürfe seien in einer solch angespannten Situation kontraproduktiv. Stattdessen gelte es, die Kräfte zu bündeln und gemeinsam eine Lösung für den Krieg in der Ukraine zu finden.

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