Sandvik Mining and Construction – Big Player in Österreich

Weltweit beschäftigt das Unternehmen 49.000 Mitarbeiter und weist einen Gesamtumsatz von 8,6 Milliarden Euro auf. Sandvik Mining and Construction verfügt in Österreich über Standorte in Zeltweg und Leoben sowie über Vertriebsstandorte in Mittersill und Wien. In Zeltweg werden von rund 600 Mitarbeitern Bergbaumaschinen gefertigt und in Leoben wird die Engineeringabteilung für den Obertagebau mit rund 150 Mitarbeitern betrieben. In der Steiermark konnte das Unternehmen im Geschäftsjahr 2012 den Umsatz von 178 Millionen Euro auf 240 Millionen Euro steigern. Ein Grund war der Kohleboom in China.

Bergbau- und Tunnelvortriebsmaschinen

Die von Sandvik gefertigten Bergbau- und Tunnelvortriebsmaschinen werden in erster Linie an Kohleproduzenten vertrieben. Chinois, der größte chinesische Kohleabbauer, ist nur ein Abnehmer von vielen weltweit. Durch das Unternehmen werden jährlich rund 400 Millionen Tonne Kohle gefördert. „Neben dem wachsenden chinesischen Markt können wir auch an einem Trend beim Salz- und Kaliabbau partizipieren”, erklärte kürzlich Sandvik-Zeltweg-Geschäftsführer Michael Viet. Früher wurde mit Sprengungen gearbeitet, um die Minerale zu gewinnen, würde heute in Fördertiefen bis zu 200 Meter vermehrt auf den Abbau mit Bergbaumaschinen gesetzt. Das Zeltweger Unternehmen liefert in alle Welt. Das harte Untergrundgestein bei New Yorker Wolkenkratzer wurde ebenso von Maschinen aus Zeltweg bearbeitet wie das Gestein im Tunnel der Olympiastadt Sotschi. Made in Styria, sind die Bergbau- und Tunnelvortriebsmaschinen rund um den Globus gefragt. 70 Prozent der Maschinen sind für den Kohleabbau unter Tag bestimmt.

160 Jahre Firmengeschichte

„Wir achten bei unserer Entwicklung nicht nur auf ein Jahr, sondern wollen über Jahre hinweg stetig wachsen – 160 Jahre Firmengeschichte gehen ja nicht spurlos an der Einstellung zum Geschäft vorbei“, meint Viet. Aber nicht nur die Tradition und die Erfahrung aus der langen Firmengeschichte seien Grund für den Erfolg, sondern für Viet tragen auch die qualifizierten Mitarbeiter zum Erfolg bei: „Wir haben viel in Aus- und Weiterbildung investiert, unsere Mitarbeiter sind zum Teil seit 40 Jahren im Unternehmen, da kommt eine Menge Know-how zusammen.” Ein Großteil der Technologien stellt eine Eigenentwicklung des Unternehmens dar. Viele von ihnen halten sich schon lange auf dem Markt und bewähren sich. „Unsere Teilschnittmaschinen sind seit 60 Jahren auf dem Markt erfolgreich – natürlich haben sie immer entsprechende Updates bekommen.” In die Forschung und Entwicklung fließen in Zeltweg rund 4 Prozent des Umsatzes. Inzwischen ist Sandvik längst der weltweite Marktführer bei Bergbau- und Tunnelvortriebsmaschinen, aber auch bei Dienstleistungen im Bergbau.

Foto: © Sandvik

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