Schneesturm in Bosnien: Zehntausende Haushalte ohne Strom

Schneesturm in Bosnien: Zehntausende Haushalte ohne Strom


In Bosnien-Herzegowina hat ein heftiger Schneesturm massive Auswirkungen auf die Stromversorgung des Landes. Rund 170.000 Haushalte sind derzeit ohne Elektrizität, vor allem im Westen des Landes. Die Behörden haben für diese Regionen den Ausnahmezustand ausgerufen, um die Auswirkungen des Wetterchaos‘ so gering wie möglich zu halten.

Zerstörte Stromleitungen und Transformatoren

Der starke Schneefall und die teilweise orkanartigen Winde haben in weiten Teilen Bosniens zu massiven Schäden an der Strominfrastruktur geführt. Zahlreiche Stromleitungen wurden durch umgestürzte Bäume und Äste beschädigt oder sogar komplett zerstört. Auch viele Stromtransformatoren fielen aufgrund der Witterungsbedingungen aus. Die Energieversorger kämpfen mit Hochdruck daran, die Schäden zu beseitigen und die Haushalte so schnell wie möglich wieder ans Netz zu bringen.

Tausende Menschen von Stromausfall betroffen

Laut Angaben der zuständigen Behörden sind rund 170.000 Haushalte von dem flächendeckenden Stromausfall betroffen. Das entspricht etwa einem Zehntel der Gesamtbevölkerung Bosnien-Herzegowinas. Besonders hart getroffen sind die Regionen im Westen des Landes, wo der Schneesturm am stärksten wütete. In diesen Gebieten wurde der Ausnahmezustand ausgerufen, um die Einsatzkräfte bei ihren Rettungs- und Reparaturarbeiten zu unterstützen.

Notfallpläne greifen – Behörden im Einsatz

Die zuständigen Behörden haben umgehend Notfallpläne aktiviert, um die Folgen des Stromausfalls für die Bevölkerung so gering wie möglich zu halten. Neben der Energiewirtschaft sind auch das Militär, das Rote Kreuz und andere Hilfsorganisationen im Einsatz, um den Menschen in den betroffenen Regionen beizustehen. 

So wurden in vielen Gemeinden Notunterkünfte eingerichtet, in denen die Menschen Schutz vor der Kälte finden und mit Lebensmitteln und Wasser versorgt werden. Auch mobile Notstromaggregate wurden aufgestellt, um zumindest lebenswichtige Einrichtungen wie Krankenhäuser, Altenheime und Feuerwachen mit Strom zu versorgen.

Rettungskräfte im Dauereinsatz

Die Einsatzkräfte von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk, Rettungsdiensten und Energieversorgern arbeiten rund um die Uhr daran, die Schäden an den Stromleitungen und Transformatoren zu beseitigen. Dabei kämpfen sie nicht nur mit den widrigen Witterungsbedingungen, sondern müssen auch schwer zugängliche Gebiete erreichen, um die Reparaturen vornehmen zu können.

Viele Straßen sind durch den Schnee blockiert oder nur eingeschränkt befahrbar, was die Arbeiten zusätzlich erschwert. Dennoch versuchen die Helfer mit Hochdruck, so viele Haushalte wie möglich schnell wieder an die Stromversorgung anzuschließen. Priorität haben dabei besonders schutzbedürftige Einrichtungen wie Krankenhäuser und Altenheime.

Langfristige Folgen des Stromausfalls

Neben den unmittelbaren Auswirkungen auf die Versorgung der Bevölkerung hat der großflächige Stromausfall auch langfristige Konsequenzen. Viele Betriebe und Unternehmen mussten ihren Betrieb aufgrund des Stromausfalls einstellen, was zu erheblichen wirtschaftlichen Einbußen führt.

Auch die Kommunikationsinfrastruktur ist teilweise zusammengebrochen, was die Koordination der Rettungs- und Reparaturarbeiten zusätzlich erschwert. Ohne funktionierende Telefonleitungen und Internet ist es deutlich schwieriger, einen Überblick über die Lage in den betroffenen Regionen zu erhalten und Hilfe dorthin zu koordinieren, wo sie am dringendsten benötigt wird.

Klimawandel als Ursache für extreme Wetterereignisse?

Der heftige Schneesturm, der Bosnien-Herzegowina derzeit in seinem Griff hält, reiht sich ein in eine Reihe von extremen Wetterereignissen, die in den letzten Jahren immer häufiger auftreten. Experten sehen einen möglichen Zusammenhang mit dem Klimawandel, der zu einer Zunahme und Intensivierung solcher Wetterphänomene führen könnte.

Ob und in welchem Maße der Klimawandel tatsächlich für den aktuellen Schneesturm verantwortlich ist, lässt sich jedoch schwer belegen. Klar ist aber, dass solche Extremwetterereignisse zukünftig eine immer größere Herausforderung für Länder wie Bosnien-Herzegowina darstellen werden – sowohl was die Auswirkungen auf die Infrastruktur als auch die Versorgung der Bevölkerung angeht.

Die Behörden und Einsatzkräfte in Bosnien-Herzegowina sind derzeit voll damit beschäftigt, die akuten Folgen des Schneesturms zu bewältigen. Gleichzeitig müssen sie sich aber auch Gedanken darüber machen, wie sie in Zukunft besser auf solche Extremwetterereignisse vorbereitet sein können. Denn eines ist sicher: Der Klimawandel wird die Herausforderungen für das Land in den kommenden Jahren und Jahrzehnten weiter verschärfen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Nach oben scrollen