Nicht mehr lange, dann wird wieder Weihnachten gefeiert. Für viele Menschen gehört der Christbaum untrennbar zur Weihnachtszeit. Ob frisch geschlagen aus dem Wald oder vom Verkäufer um die Ecke – der Christbaum ist ein fester Bestandteil der Festtage. Aber wie viel müssen Verbraucher in diesem Jahr für ihren Baum bezahlen? Reporterin Nadja Buchmüller hat sich bei einem erfahrenen Christbaumverkäufer umgehört, um die aktuellen Preise in Erfahrung zu bringen.
Nachfrage nach Christbäumen steigt
Weihnachten rückt näher und damit auch die Hochsaison für den Christbaumverkauf. In den nächsten Wochen werden Tausende Familien auf die Suche nach dem perfekten Baum für ihr Wohnzimmer gehen. „Die Nachfrage ist jedes Jahr enorm. Viele Kunden wollen ihren Baum möglichst früh aufstellen, daher beginnt für uns der Verkauf schon kurz nach dem ersten Advent“, erklärt Christoph Weber, der seit über 20 Jahren einen Christbaumverkauf in der Innenstadt von Wien betreibt.
Steigende Kosten belasten Anbieter
Doch nicht nur die Verbraucher müssen tiefer in die Tasche greifen, auch für die Anbieter selbst sind die Christbäume in diesem Jahr deutlich teurer geworden. „Die Energiekosten für Transport und Kühlung, aber auch die gestiegenen Löhne unserer Mitarbeiter belasten uns enorm. Hinzu kommen die Auswirkungen der Dürrejahre, die den Baumbestand deutlich reduziert haben“, so der Verkäufer. Diese Kostensteigerungen müssen die Händler nun an die Kunden weitergeben.
Preise variieren je nach Baumart und Größe
Je nach Baumart und Größe variieren die Preise für Christbäume stark. „Nordmanntannen sind nach wie vor die beliebtesten Bäume bei unseren Kunden. Allerdings sind sie auch deutlich teurer als Fichten oder Blautannen“, erklärt Weber. Während eine mittelgroße Nordmanntanne (1,80 bis 2 Meter) in diesem Jahr zwischen 35 und 45 Euro kosten wird, sind Fichten oder Blautannen in dieser Größe schon für 25 bis 35 Euro erhältlich.
Auch die Größe des Baumes hat einen entscheidenden Einfluss auf den Preis. „Je größer der Baum, desto teurer wird er in der Regel. Für einen besonders stattlichen Nordmann mit 2,50 Meter Höhe müssen Kunden manchmal über 70 Euro bezahlen„, so der Verkäufer. Wer also Wert auf einen imposanten Baum legt, muss dafür tiefer in die Tasche greifen.
Regionale Unterschiede beim Christbaumpreis
Nicht nur die Baumart und Größe beeinflussen den Preis, auch der Standort des Verkaufs spielt eine Rolle. „In den Innenstädten und an besonders zentralen Orten sind die Mieten für unsere Verkaufsflächen deutlich höher. Das schlägt sich natürlich auch auf die Endpreise nieder“, erklärt Weber. Kunden, die ihren Baum etwas außerhalb des Stadtzentrums kaufen, können daher oft von etwas günstigeren Preisen profitieren.
Umweltfreundliche Alternativen im Trend
Neben den klassischen Christbäumen gewinnen in den letzten Jahren auch umweltfreundlichere Alternativen zunehmend an Beliebtheit. „Immer mehr Kunden entscheiden sich für einen Mietchristbaum oder einen Topfbaum, den sie nach den Feiertagen wieder zurückgeben können“, berichtet der Verkäufer. Diese Varianten seien zwar etwas teurer in der Anschaffung, dafür könnten die Bäume aber wiederverwendet werden und würden nicht jedes Jahr neu geschlagen.
Auch Kunststoff-Christbäume erfreuen sich wachsender Beliebtheit. „Der Vorteil ist, dass man den Baum Jahr für Jahr wieder verwenden kann. Allerdings gibt es bei vielen Kunden Bedenken wegen der Nachhaltigkeit“, so Weber. Insgesamt sei aber zu beobachten, dass das Umweltbewusstsein beim Christbaumkauf zunimmt und immer mehr Menschen nach Alternativen Ausschau halten.
Christbäume werden in diesem Jahr deutlich teurer
Zusammengefasst lässt sich sagen, dass Verbraucher in diesem Jahr tiefer in die Tasche greifen müssen, um ihren Weihnachtsbaum zu finanzieren. Die Gründe dafür sind vielfältig: Von gestiegenen Energiekosten über reduzierte Baumbestände bis hin zu höheren Mieten für die Verkaufsflächen. Je nach Baumart, Größe und Standort können die Preise teilweise erheblich variieren.
Wer also auf der Suche nach einem Christbaum ist, sollte sich frühzeitig informieren und vergleichen, um die besten Angebote zu finden. Alternativ bieten umweltfreundliche Lösungen wie Mietchristbäume oder Topfbäume eine gute Option, um die Kosten zu reduzieren und gleichzeitig etwas für die Nachhaltigkeit zu tun.
