Trend: Strom sparen in Japan

Trend: Strom sparen in Japan

Trend: Strom sparen in JapanTokio – Nachdem im Jahr 2011 nach einem schweren Erdbeben in Japan ein Atomunfall ausgelöst wurde, forderte die japanische Regierung die Unternehmen des Landes auf, weniger Strom zu verbrauchen. Es wurde damals mit Versorgungsengpässen bei der Stromversorgung gerechnet und Unternehmen sollten den Stromverbrauch auf ein Minimum reduzieren, um diese Engpässe nicht noch zu verschlimmern.

Doch seit 2011 ist viel geschehen und Strom sparen könnte jetzt als eine neue Massenbewegung oder eben als Trend in Japan bezeichnet werden. Die berühmte asiatische Gründlichkeit zeigt sich bei diesem Projekt besonders deutlich, da die Japaner sich für diese Idee des Strom sparens begeistern konnten und das Projekt ihnen auch am Herzen lag. Allerdings tragen die Einwohner Japans solche Dinge gerne im Rahmen eines Wettbewerbs aus, die Ergebnisse sollen also so plakativ wie möglich dargestellt und anderen Menschen gezeigt werden.

Leuchtende Grafiken als Stromindikator

In Tokio wird eine interessante Methode verwendet, um den Bürgern zu zeigen, wie viel Strom verbraucht wurde. Abends werden stets nach dem Wetterbericht entsprechende Grafiken eingeblendet und diese leuchten je nach der Höhe des Stromverbrauchs in der Stadt gelb oder sogar rot. Wenn diese Farben aufleuchten, wissen die Einwohner Tokios, dass die mehr Strom sparen sollten.

Eine Möglichkeit wäre beispielsweise, den Stecker von ungenutzten Geräten zu ziehen und auf diese Weise Strom zu sparen. Leuchten die angesprochenen Grafiken grün, wissen die Bürger der Stadt, dass nicht zu viel Energie verbraucht wurde. Auf diese Weise wird deutlich dargestellt, ob genug Strom eingespart wurde oder ob der Verbrauch des Tages zu hoch war – und alle Einwohner Tokios helfen mit, den Strombedarf zu reduzieren. Die Vorgabe der Regierung im Jahr 2011, nach der Katastrophe Strom zu sparen, hat damit nach den Unternehmen auch die einzelnen Bürger erreicht.

Kein Atomstrom mehr für Tokio

Tokio hat sich durch einen sehr hohen Energiebedarf ausgezeichnet, doch jetzt gelingt es der Stadt nun schon das dritte Jahr in Folge, diesen ohne Atomstrom zu decken. Um diese Vorgaben zu erreichen, setzt die Regierung Japans lediglich auf die Begeisterungsfähigkeit der Landesleute. Die Einwohner Japans sind von der Idee, Strom zu sparen überzeugt und setzen diese Überzeugung nun tagtäglich in die Realität um. Der spielerische Wettbewerb und eine möglichst plakative Darstellung der Ergebnisse sind für ein Erreichen des Ziels sehr wichtig – die abendliche Energieampel ist daher ein gutes Mittel zum Zweck. Es scheint, als ob Japans Atomausstieg ein Stück weit Realität geworden ist.

Foto: © realbasic

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