Tupperware®: Einkauf auf der Party

Tupperware®: Einkauf auf der Party

Sie ließen sich in den Haushaltsabteilungen nicht sehr gut verkaufen, die Küchen- und Haushaltsutensilien des Earls Silas Tupper. Ein neues Verkaufskonzept musste her! 1948 fand der Kunststoff-Earl es bei Stanley Home Products, einem Vertriebsunternehmen, das lediglich aus zwei Verkäufern bestand, Thomas Damigella und Brownie Wise. Sie präsentierten Tupper-Waren bei Heimvorführungen und konnten einen beachtlichen Absatz vorweisen. Gemeinsam mit den beiden entwickelte Earl Tupper die Tupper-Partys, die bis heute nicht an Bedeutung verloren haben. Bereits 1954 erreichte Brownie Wise, inzwischen Verkaufsdirektorin bei Tupperware® einen Jahresumsatz von 25 Millionen US-Dollar.

Auch heute: Auf zur Tupperparty!

Österreich ist mit 150.000 Tupperpartys die Nummer 1 im Konzern. Das Konzept von damals geht auch heute noch auf, sogar mit wesentlich mehr Erfolg. Privatpersonen laden dabei Freunde, Verwandte und Kollegen zur Party. Ein geschulter Verkäufer präsentiert einer lockeren, gelösten Runde die Kunststoffprodukte, die allesamt im oberen Preisniveau angesiedelt sind. Die Gäste tauschen ihre Erfahrungen aus und überzeugen sich gegenseitig von der Qualität von Behältern und Co. Ein Vergleich mit anderen, ähnlichen Produkten? Nicht möglich! Kein Verkaufsregal, nur ein gemütliches Wohnzimmer. Der Gastgeber erhält zur Belohnung für seine Mühen Gratisprodukte und Rabatte, je nach der Gesamtsumme der Bestellungen mehr oder weniger. Und der nächste Gastgeber sitzt sicherlich auch bereits unter den Gästen. Ein Konzept, durchdacht und erfolgreich, 1948 wie heute. Im Durchschnitt werden auf einer Tupperparty mit sechs bis acht Personen pro Gast 51 Euro ausgegeben. „Wir sind weltweit das produktivste Tupperware®-Land, nirgendwo werden im Verhältnis zur Einwohnerzahl derart viele Partys veranstaltet“, freut sich Thomas Kuchar, Geschäftsführer von Tupperware® Österreich. Der weltweite Vergleich zeigt: Pro Österreicher wird doppelt so viel Tupperware® gekauft.

Und weiter aufwärts soll es gehen

Bis 2016 erwartet sich Kuchar eine weitere Umsatzsteigerung in einem zweistelligen Prozentbereich. Österreich startet für Tupperware® weiterhin stark durch. Weltweit liegt der Umsatz von Tupperware® weit über zwei Milliarden US Dollar, Österreich trägt sein Scherflein dazu bei. 1,9 Millionen Verkaufspartner präsentieren weltweit die Tupperware® mit lebenslanger Haltbarkeitsgarantie in den Wohnzimmern der Gastgeber. Mehr als 12 Millionen Tupperpartys starten jährlich auf der ganzen Welt. In Österreich sind 4.500 Verkaufsberater für Tupper unterwegs, in Deutschland rund 60.000, die alle am Beginn ihrer Tätigkeit ein eigenes Starterset im Wert von 175 Euro erwerben müssen. Earl Silas Tupper wusste das rechte Verkaufskonzept zu wählen. Er selbst zog sich 1958 aus dem Geschäft zurück und verkaufte an Justin Dart von der Rexall Drug Company zu einem Preis von 16 Millionen US Dollar.

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