Deutschland steht eine extreme Hitzewelle bevor. Meteorologen erwarten Temperaturen von bis zu 40 Grad Celsius in vielen Teilen des Landes. Während sich einige über die sommerlichen Temperaturen freuen, warnen Ärzte eindringlich vor den gesundheitlichen Risiken, die mit extremer Hitze einhergehen.
Bundesärztekammer-Präsident warnt: Hitze ist eine ernstzunehmende Gefahr
Der Präsident der Bundesärztekammer, Peter Boppert, appelliert an die Bevölkerung, die Gefahr der Hitze nicht zu unterschätzen. „Hitze kann töten“, betont Boppert in einem aktuellen Video. „Besonders gefährdet sind ältere Menschen, chronisch Kranke, Schwangere und kleine Kinder.“ Er fordert die Politik auf, Hitzeschutzpläne zu entwickeln und umzusetzen, um die Bevölkerung besser zu schützen.
Gesundheitliche Risiken: Dehydration, Kreislaufprobleme, Hitzschlag
Extreme Hitze kann zu verschiedenen gesundheitlichen Problemen führen, darunter:
- Dehydration: Durch starkes Schwitzen verliert der Körper viel Flüssigkeit. Wenn dieser Verlust nicht durch ausreichendes Trinken ausgeglichen wird, kann es zu Dehydration kommen, die sich durch Kopfschmerzen, Schwindel und Müdigkeit äußert.
- Kreislaufprobleme: Die Hitze belastet das Herz-Kreislauf-System. Der Körper versucht, sich durch Erweiterung der Blutgefäße abzukühlen, was zu niedrigem Blutdruck und Kreislaufproblemen führen kann.
- Hitzschlag: Ein Hitzschlag ist ein medizinischer Notfall, der durch eine Überhitzung des Körpers verursacht wird. Symptome sind unter anderem hohe Körpertemperatur, Verwirrtheit, Krampfanfälle und Bewusstlosigkeit.
Tipps zum Schutz vor der Hitze: So bleiben Sie gesund
Um sich vor den gesundheitlichen Risiken der Hitzewelle zu schützen, empfiehlt die Bundesärztekammer folgende Maßnahmen:
- Ausreichend trinken: Trinken Sie über den Tag verteilt ausreichend Wasser, Saftschorlen oder ungesüßten Tee. Vermeiden Sie zuckerhaltige Getränke und Alkohol.
- Körperliche Anstrengung vermeiden: Vermeiden Sie anstrengende körperliche Aktivitäten während der heißesten Stunden des Tages.
- Kühle Orte aufsuchen: Halten Sie sich möglichst in klimatisierten Räumen oder im Schatten auf.
- Leichte Kleidung tragen: Tragen Sie lockere, helle Kleidung, die die Haut atmen lässt.
- Kühlen: Kühlen Sie Ihren Körper regelmäßig mit kaltem Wasser ab, z.B. durch Duschen oder kalte Umschläge.
- Auf andere achten: Achten Sie auf ältere Menschen, chronisch Kranke und Nachbarn, die möglicherweise Hilfe benötigen.
- Sonnenschutz: Schützen Sie sich vor direkter Sonneneinstrahlung durch Sonnencreme, Sonnenhut und Sonnenbrille.
Notruf wählen: Bei Hitzschlag sofort handeln
Bei Anzeichen eines Hitzschlags (hohe Körpertemperatur, Verwirrtheit, Krampfanfälle, Bewusstlosigkeit) muss sofort der Notruf (112) gewählt werden. Bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes sollte die betroffene Person an einen kühlen Ort gebracht und mit kaltem Wasser gekühlt werden.
Hitzeschutzpläne gefordert: Politik in der Pflicht
Die Bundesärztekammer fordert von der Politik die Entwicklung und Umsetzung von Hitzeschutzplänen auf nationaler und lokaler Ebene. Diese Pläne sollen unter anderem Informationskampagnen, die Einrichtung von Kühlräumen und die Schulung von Pflegepersonal umfassen. Es gehe darum, die Bevölkerung besser auf die zunehmenden Hitzewellen vorzubereiten und die gesundheitlichen Folgen zu minimieren.
